Ziel der geplanten Kooperation sei es, die Energiebereitstellung vor Ort durch aufeinander abgestimmte elektrische Infrastruktur und Brennstoffzellentechnologien zu fördern. Dies würde nach Unternehmensangaben zudem den Einsatz dezentraler Energiesysteme unterstützen.
Kooperation vereint Brennstoffzellen- und Infrastruktur-Kenntnisse
Vor diesem Hintergrund wollen Siemens Corporation und FuelCell Energy zusammen an der Entwicklung skalierbarer Brennstoffzellen-Energielösungen arbeiten. Die Kooperation soll die gemeinsame Projektentwicklung im Bereich Engineering, Integration sowie Bereitstellung dezentraler Energiesysteme umfassen. Sowohl Brennstoffzellen als auch Batteriespeicher, Mikronetzsteuerungen und Mittelspannungsanlagen würden dabei berücksichtigt werden.
Siemens Corporation will dabei elektrische Balance-of-Plant-Systeme (EBOP) für Brennstoffzellenanlagen entwerfen und liefern. Als EBOP werden alle technischen Komponenten bezeichnet, die für den Betrieb einer Energieanlage notwendig sind; mit Ausnahme des eigentlichen Energiewandlers. Mit der Entwicklung sollen laut Siemens Corporation kommerzielle Projekte mit einer Leistung von über 100 MW schnellstmöglich umgesetzt werden können. FuelCell Energy will im Rahmen der Zusammenarbeit die eigene Brennstoffzellentechnologie bereitstellen. Zudem soll das Unternehmen Kenntnisse aus seinem Hintergrund in der Entwicklung, Produktion sowie Inbetriebnahme von Brennstoffzellenkraftwerken einbringen.

Brennstoffzellentechnologie und EBOP. © Siemens AG
Kevin Brown, Sustainability Solutions Manager bei Siemens Smart Infrastructure USA, erklärte, durch die Kombination der Brennstoffzellentechnologie von FuelCell Energy mit der elektrischen Infrastruktur, dem Service und der Integration von Siemens könnten skalierbare, vor Ort verfügbare Stromlösungen für energieintensive Anwendungen geliefert werden.
Pilotprojekte sollen neue Anwendungsfelder erschließen
Als nächste Schritte sind Pilotprojekte geplant, um neue Anwendungsbereiche für Brennstoffzellensysteme sowie elektrische Infrastruktur zu bewerten. Darunter würden unter anderem Mittelspannungs-Gleichstromversorgungen und modulare elektrische Systeme fallen. Das MoU sehe vor, erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekte in den kommerziellen Einsatz zu überführen. Dabei stünden auch die Identifizierung von Zielmärkten und Implementierungsansätze im Fokus.








