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Spatenstich für grenzüberschreitende H2-Pipeline in die Niederlande

Thyssengas hat mit dem Spatenstich im niedersächsischen Hoogstede den Bau einer der ersten grenzüberschreitenden Wasserstoffleitungen zwischen Deutschland und den Niederlanden eingeleitet. Die 53 Kilometer lange Pipeline soll bis 2027 durch Umstellung einer bestehenden Erdgasleitung realisiert werden. Das Projekt verbindet das deutsche Wasserstoffkernnetz mit wichtigen niederländischen Importhäfen.

von | 29.08.25

Spatenstich in Hoogstede (Details zum Bild finden Sie am Ende des Artikels)
© Thyssengas
Spatenstich

Wie der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber gestern (28. August) mitteilte, ist das Umstellungsprojekt Vlieghuis–Ochtrup nun offiziell in die Umsetzungsphase gegangen. Thyssengas bezeichnete das Vorhaben als „Pionierprojekt“. Die Pipeline wird das im Oktober 2024 von der Bundesnetzagentur genehmigte Wasserstoffkernnetz mit der niederländischen Provinz Zeeland sowie den Importhäfen Amsterdam, Eemshaven und Rotterdam verbinden.

„Die deutschlandweite Transportinfrastruktur für Wasserstoff kommt und als Fernleitungsnetzbetreiber tragen wir bei Thyssengas eine zentrale Verantwortung, diese mitaufzubauen“, betonte Dr. Thomas Becker, kaufmännischer Geschäftsführer von Thyssengas, bei der Spatenstich-Veranstaltung. „Wir bringen den Wasserstoff perspektivisch dorthin, wo er gebraucht wird – zur Industrie, zu Kraftwerken und zu den Verteilnetzbetreibern.“

Die bestehende Erdgasleitung wird nach Angaben von Thyssengas vollständig für den Wasserstofftransport umgerüstet. Das Projekt ist Teil der deutschen Klimaneutralitätsstrategie bis 2045 und soll die Versorgung von Industriebetrieben und Kraftwerken im Münsterland ermöglichen.

Sicherheit und Umwelt im Fokus

Bei der Umstellung auf Wasserstoffbetrieb stehen laut Thyssengas mehrstufige Sicherheitsverfahren und eine kontinuierliche Überwachung im Mittelpunkt. Zusätzlich lege das Unternehmen besonderen Wert auf den Schutz von Umwelt und Natur während der Bauphase.

Der beim Spatenstich anwesende Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann würdigte das Projekt als praktische Umsetzung der Energiewende: „Mit dem Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz eröffnen sich für unsere gesamte Region große Chancen: Wir haben eine optimale geografische Lage, die Infrastruktur vor Ort und Unternehmen, die davon profitieren können.“

Thyssengas betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Gasnetz, überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Das Dortmunder Unternehmen beschäftigt aktuell rund 550 Mitarbeiter an sieben Standorten. Ende Juli hatte der FNB Pläne für Wasserstoffleitungen im Rheinland bekanntgegeben. Weitere Informationen zu seinem geplanten Wasserstoffnetz erhalten Sie hier.

Auf dem Titelbild v.l.n.r.: Reinhold Hilbers, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, Albert Stegemann, Mitglied des Deutschen Bundestags, Dr. Thomas Becker, kaufm. Geschäftsführer Thyssengas GmbH, Frank Rathlev, Bereichsleiter Betrieb Thyssengas GmbH, Dennis Quardt, Projektleiter H2-Leitung Vlieghuis-Ochtrup Thyssengas GmbH, Ralf Hilmes, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim

(Quelle: Thyssengas/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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