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Speyer plant „Energiewabe” mit Elektrolyseur und Kernnetz-Anschluss

Die Stadtwerke Speyer (SWS) haben eine regionale Energiewabe geplant. Diese soll eine lokale Wasserstoffproduktion und -abnahme umfassen und darüber hinaus auch den Anschluss an das Kernnnetz. Das verkündete das Unternehmen in einer Pressemeldung am 4. November.

von | 07.11.24

Die Stadtwerke Speyer suchen noch Abnehmer für grünen Wasserstoff
© sornthanashatr - stock.adobe.com

Die SWS planen eine regionale Energiewabe, die die Wertschöpfung vor Ort steigern soll. In der Energiewabe soll der Ausbau erneuerbarer Energien in Verbindung mit der Wasserstofferzeugung erfolgen, erläuterte Christoph Doll, Teamleiter Geschäftskundenvertrieb bei den SWS. Dafür wollen die Stadtwerke einen Elektrolyseur errichten. 

Die Abnahme des Wasserstoffs sei bislang noch nicht geklärt. Der rheinland-pfälzische Kommunalversorger sei noch auf der Suche nach regionalen Abnehmern des grünen Energieträgers. Erste Gespräche mit energieintensiven Unternehmen in der Stadt seien angelaufen. Gefragt sind laut SWS vor allem Betriebe, die einen hohen Energieverbrauch haben und diesen derzeit noch mit Erdgas decken. Auch Ingenieurbüros und Bildungseinrichtungen beteiligen sich am Projekt. Für die Umsetzung sucht das Konsortium weitere Partner, insbesondere aus der Logistikbranche.

Neben der lokalen Produktion und Abnahme wollen die SWS auch den Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz erreichen, das am 22. Oktober von der Bundesnetzagentur genehmigt wurde. Eine Pipeline-Ausspeisung am geplanten Kernnetz sei bereits beantragt, teilte das Unternehmen mit.

Abregelung verhindern

Neben dem Elektrolyseur wollen die Stadtwerke auch noch einen Batteriespeicher installieren. Beide sollen dann softwareoptimiert laufen. Aktuell erzeugen die SWS nach eigenen Angaben viel Energie aus erneuerbaren Anlagen wie Windkraft und Photovoltaik, die in Zeiten negativer Börsenpreise allerdings abgeschaltet werden, erklärte Dominique Theuer, Projektingenieurin Erneuerbare Energien. Durch den Einsatz des Batteriespeichers soll sich das künftig ändern. In Zeiten negativer Preise sollen die Anlagen künftig weiterlaufen und so stetig grünen Strom für die Herstellung von Wasserstoff liefern.

Einen ersten Schritt in Richtung Wasserstoffgewinnung sind die SWS in der Kläranlage der Entsorgungsbetriebe Speyer gegangen. Ende August wurde dieses Jahres dort der Spatenstich für eine Anlage zur Wasserstoffgewinnung aus Klärschlamm gesetzt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit einer finanziellen Förderung.

Weitere Fördermöglichkeiten wollen die SWS im Bereich Wasserstoff ausschöpfen. Dafür muss es jedoch gelingen, mit Partnern ein Projekt zu initiieren, an dessen Ende die Vermarktung regional erzeugten Wasserstoffs an lokale Unternehmen steht. Interessierte Partner können sich an die SWS wenden.

(Quelle: Stadtwerke Speyer/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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