Die Partner hatten bereits am 1. Dezember 2024 eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin legten sie fest, eine Spezialpumpe für Flüssigwasserstoff-Tankwagen gemeinsam zu konzipieren, zu entwickeln, zu testen und zu vermarkten. Nun haben die beiden Unternehmen auf der Hyvolution einen Entwicklungsvertrag unterzeichnet. Die Kooperation zwischen ArianeGroup und Alfa Laval adressiert diese Problematik mit einer kryogenen Pumplösung. Die Partner wollen damit das Wachstum der Wasserstoff-Mobilität beschleunigen.
Philippe Clar, Direktor der zivilen Programme von ArianeGroup, bezeichnet den Vertrag als entscheidenden Schritt zur Umsetzung der gemeinsamen Ziele. ArianeGroup wendet Flüssigwasserstoff-Technologien aus der Raumfahrt auf terrestrische Anwendungen an.
Die Pumpe muss unter extremen kryogenen Bedingungen funktionieren. Sie soll den Transfer von Flüssigwasserstoff von Produktionsstätten zu Verteilerzentren und Betankungsstellen sicherstellen. Dabei gelten komplexe Anforderungen an Größe, Effizienz, Sicherheit und Anwendungsfreundlichkeit.
Bisher keine Angebot für Flüssigwasserstoff-Transport
Bis zur Absichtserklärung gab es nach Angaben der Unternehmen kein Angebot für den Transport von Flüssigwasserstoff auf dem Markt. Die neue Pumpe soll insbesondere Verluste durch Wasserstofferwärmung minimieren.
Vincent Pourailly, Leiter der Cryogenic Technologies Business Unit von Alfa Laval, sieht in dem Vertrag ein Zeichen für die Reife der Partnerschaft. Die Unternehmen arbeiten von der Konzeption bis zur Ausführung zusammen. Ziel ist eine Pumpe, die höchste Industrie- und Sicherheitsstandards erfüllt.
Flüssigwasserstoff spielt eine Rolle in der kohlenstoffarmen Mobilität, besonders für Schwertransporte über große Distanzen. Die kryogenen Eigenschaften stellen jedoch Herausforderungen an Handhabung und Transport dar. In der Straßenlogistik werden Tankwagen oft ohne spezielle Pumpsysteme entladen. Dies führt zu Ineffizienzen und Wasserstoffverlusten.










