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STEAG liefert Elektrolyse-Sauerstoff an Nippon Gases

Die STEAG GmbH will die Nippon Gases Deutschland GmbH künftig von ihrem Standort im saarländischen Völklingen-Fenne aus mit Sauerstoff beliefern. Der Sauerstoff soll dort demnächst als Nebenprodukt des von STEAG und Partner Siemens Energy geplanten Elektrolyseurs „HydroHub Fenne“ zur Erzeugung von grünem Wasserstoff anfallen. Die Belieferung erfolgt über eine Nippon Gases gehörende Sauerstoffpipeline, an die der traditionelle Kraftwerksstandort der STEAG bereits heute angebunden ist, sodass es keiner weiteren Investitionen in Transportinfrastruktur bedarf.

von | 17.05.22

Ein Nebenprodukt der Wasserstoffherstellung ist Sauerstoff
© Yellow Boat - stock.adobe.com

17. Mai 2022 | Die STEAG GmbH will die Nippon Gases Deutschland GmbH künftig von ihrem Standort im saarländischen Völklingen-Fenne aus mit Sauerstoff beliefern. Der Sauerstoff soll dort demnächst als Nebenprodukt des von STEAG und Partner Siemens Energy geplanten Elektrolyseurs „HydroHub Fenne“ zur Erzeugung von grünem Wasserstoff anfallen. Die Belieferung erfolgt über eine Nippon Gases gehörende Sauerstoffpipeline, an die der traditionelle Kraftwerksstandort der STEAG bereits heute angebunden ist, sodass es keiner weiteren Investitionen in Transportinfrastruktur bedarf.

Sauerstoff ist ein Nebenprodukt der Wasserelektrolyse. Am Standort Völklingen-Fenne soll im Rahmen des Projekts „HydroHub Fenne“ eine Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von rund 53 Megawatt (MW) entstehen. „Der dabei erzeugte Wasserstoff (H2) wird einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der saarländischen Stahlindustrie leisten“, sagt STEAG-Projektleiter Philipp Brammen.

Vereinbarung unterzeichnet

Die nun mit Nippon Gases geschlossene Vereinbarung stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Wirtschaftlichkeit des wegweisenden Zukunftsprojektes dar. Der Industriegaseproduzent plant die Abnahme des zusätzlich anfallenden Sauerstoffs (O2) zur Lieferung an Kunden. Der Vorteil für alle Beteiligten liegt in der Nutzung eines bereits heute in der Region Saar vorhandenen Rohrfernleitungsnetzes zum Transport von Sauerstoff für die zuverlässige Versorgung der vor Ort ansässigen Stahlindustrie. Mit dem Projekt „HydroHub Fenne“ wird die Wertschöpfung des neuen Elektrolyseurs durch die gleichzeitige Nutzung von Wasserstoff und Sauerstoff wirtschaftlich unter Beweis gestellt. Dieses Abkommen ist ein weiterer entscheidender Schritt seitens Nippon Gases, um einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen und den Einsatz neuer Technologien praktisch zu unterstützen.

Kurz vor Weihnachten 2021 hatte der „HydroHub Fenne“ die nächste Phase für eine Förderung als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) erreicht. „Auch dieser Zwischenerfolg zeigt, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind“, unterstreicht Dr. Ralf Schiele, der in der Geschäftsführung der STEAG GmbH für die Bereiche Markt und Technik verantwortlich zeichnet.

HydroHub Fenne als Nukleus einer grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaft

Gemeinsam mit den internationalen Partnern Creos Deutschland, Encevo, GazelEnergie, GRTgaz, H2V, Hydrogène de France und der Stahl-Holding-Saar hat STEAG sich zudem als Europäische wirtschaftliche Interessenvertretung (EWIV) „Grande Region Hydrogen“ zusammengeschlossen. Der künftige HydroHub Fenne ist insofern auch ein integraler Baustein einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft in Luxemburg, der französischen Region Lothringen (Grande-Est) und dem Saarland.

(STEAG/2022)

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