Die Partnerschaft von Strabag und Lhyfe zielt auf drei konkrete Effekte: schnellere Planung und Realisierung von Projekten, gezielte Risikominderung in Entwicklung und Bau sowie den Ausbau von Wasserstoffprojekten in Deutschland und perspektivisch in Europa.
Wolfgang Zechmeister, Unternehmensbereichsleiter bei Strabag, erklärte: „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrieprozesse.“ Luc Graré, Chief Strategy Officer bei Lhyfe, verwies auf den regulatorischen Moment: „Die Partnerschaft kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den Markt.“
RED III: Pflichtquoten für grünen Wasserstoff kommen in Deutschland
Der Zeitpunkt der Vereinbarung fällt mit einem regulatorischen Wendepunkt zusammen. Deutschland setzt derzeit die europäische Renewable Energy Directive III (RED III) in nationales Recht um. Die Richtlinie schreibt für bestimmte Industrieakteure verbindliche Quoten für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) vor. Das schafft erstmals eine planbare, regulatorisch abgesicherte Nachfrage und soll Investitionsentscheidungen beschleunigen.
Lhyfe betreibt bereits vier RFNBO-zertifizierte Produktionsstandorte für grünen Wasserstoff, zwei weitere befinden sich im Bau. Das Unternehmen verfügt zudem über eine Flotte von mehr als 80 Wasserstoffcontainern des Typs 4 für den Transport sowie rund 15 Speicherstandorte.
Strabag bringt Kompetenz über den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten ein – von Planung und Engineering über die Ausführung bis zum Betrieb. Hinzu kommt Erfahrung in Projektfinanzierung und Investitionsstrukturierung.









