Studie untersucht „Wasserstoffautobahn“ zwischen Schottland und Rotterdam

Ein internationales Konsortium startet eine Studie zum Transport von Wasserstoff in LOHC-Form von Schottland nach Rotterdam. Schottland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 5 GW Wasserstoff zu produzieren. Die Europäische Union will dann etwa 10 GW importieren.

von | 15.12.22

So könnten Schiffe, die Wasserstoff transportieren, einst aussehen
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LNG

15. Dezember 2022 | Ein internationales Konsortium startet eine Studie zum Transport von Wasserstoff in LOHC-Form von Schottland nach Rotterdam. Schottland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 5 GW Wasserstoff zu produzieren. Die Europäische Union will dann etwa 10 GW importieren.

Das Net Zero Technology Centre und ERM haben den Start des Projekts „Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC) for Hydrogen Transport from Scotland (LHyTS)“ bekanntgegeben, das eine Schlüsselrolle beim Export von Wasserstoff aus Schottland nach Rotterdam spielen wird.

Mit dem LHyTS-Projekt wollen die Partner nachweisen, dass sich LOHC in Form von Methylcyclohexan (MCH) erfolgreich in großem Maßstab transportieren lässt und eine Exportroute zum Hafen von Rotterdam und anderen europäischen Bestimmungsorten bietet.

René van de Plas, Internationaler Direktor des Hafenbetriebs Rotterdam, erklärt die Wahl des Exportlandes:

„Schottland eignet sich aufgrund des großen Windangebots und der Nachfrage auf dem nahe gelegenen Kontinent ideal für die Produktion von grünem Wasserstoff. Außerdem ist das Land eines der Kerngebiete des Öl- und Energiesektors. Dieses Ökosystem aus Wissen, Infrastruktur und Unternehmen wird dazu beitragen, die Wasserstoffwirtschaft in Gang zu bringen.“

Konsortium aus zehn Mitgliedern

Das Projekt wird von einem internationalen Konsortium durchgeführt, dem Axens, Chiyoda, EnQuest, ERM, Koole Terminals, Port of Rotterdam, die schottische Regierung, der Shetland Islands Council, Storegga und das Net Zero Technology Centre angehören. Die Partner werden gemeinsam technische Studien durchführen, die auf die Entwicklung eines Pilotprojekts als Vorläufer für den Export in großem Maßstab abzielen.

Wasserstoff wird Anwendungen zur Dekarbonisierung erleichtern. Das Projekt steht im Einklang mit dem Hydrogen Policy Statement der schottischen Regierung, das bis 2030 eine Wasserstoffproduktion von 5 GW aus erneuerbaren und kohlenstoffarmen Quellen und bis 2045 von 25 GW anstrebt. Die Europäische Kommission hat sich gleichzeitig das Ziel gesetzt, bis 2030 10 Mio. t Wasserstoff zu importieren.

Der Rotterdamer Hafen als etablierter Energieknotenpunkt importiert bereits 13 % der europäischen Energie und hat den Ehrgeiz, die Wasserstoffdrehscheibe Europas zu werden. Um dies zu erreichen, wird der Hafen auf seine umfangreiche Import-, Export- und Speicherinfrastruktur, die etablierte Versorgungskette der Energieindustrie und die Pipelineverbindungen zu anderen Industrieclustern in Nordwesteuropa zurückgreifen.

 

(Net Zero Technology Centre/2022)

 

 

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