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Studie zeigt hohes Potenzial für Wasserstoff in Mecklenburg-Vorpommern

Im Oberen Tollensegebiet in Mecklenburg-Vorpommern könnte bald eine regionale Wasserstoffinfrastruktur entstehen. Eine jetzt vorgestellte Machbarkeitsstudie des Regionalen Planungsverbands Mecklenburgische Seenplatte und des Energieunternehmens GP Joule hat die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Integration eines netzdienlichen Elektrolyseurs untersucht, der überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien nutzt.

von | 17.04.25

Strom aus Windkraft verbunden mit einer Wasserstoffproduktionsanlage: Im nordfriesischen Bosbüll ist das schon seit vielen Jahren Realität
© GP JOULE
Potenzial

Die Machbarkeitsstudie konzentrierte sich auf das H2-Potenzial der Gewerbegebiete in Altentreptow, Friedland, Neubrandenburg und Trollenhagen, wie GP Joule am 10. April mitteilte. Im Fokus stand die Bewertung eines netzdienlichen Elektrolyseurs, der überschüssige erneuerbare Energien in der Region effizient nutzen könnte.

Alexander Klinge, Consultant bei GP Joule, erklärte dazu, im Oberen Tollensegebiet würden oft Windkraftanlagen abgeregelt und somit nicht deren volles Potenzial ausgeschöpft. Ein netzdienlicher Elektrolyseur könnte hier Abhilfe schaffen. Ein besonderer Aspekt der Untersuchung war eine mögliche Anbindung an die geplante Flow-Pipeline, die eine überregionale Wasserstoffversorgung ermöglichen soll.

Wirtschaftliche Machbarkeit abhängig von Abnahmeverträgen

Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Friedland vorgestellt. Kommunen, Unternehmen und weitere regionale Akteure erhielten dabei Einblicke in die technischen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Aspekte des möglichen Wasserstoffprojekts.

„Unsere Studie zeigt, dass es ein signifikantes Potenzial für grünen Wasserstoff gibt, der den EU-Kriterien entspricht. Der Schlüssel zur Realisierung wirtschaftlicher Geschäftsmodelle liegt nun in der Sicherung von Abnahmeverträgen durch Unternehmen“, betonte Katharina Sailer, Senior Consultant bei GP Joule.

Alexander Klinge, Consultant bei GP JOULE, präsentierte den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, Unternehmen und weiterer Akteure die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie (Bildrechte: GP JOULE Gruppe)

Thomas Diener, Vorstandsmitglied des Regionalen Planungsverbands Mecklenburgische Seenplatte, hob die Bedeutung der Studie hervor: „Mithilfe der Machbarkeitsstudie von GP Joule und der BBH Consulting AG konnte der Region aufgezeigt werden, unter welchen spezifischen Rahmenbedingungen ein technisch realistischer, wirtschaftlicher und zugleich umweltverträglicher Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur möglich ist.“

Regionales Potenzial durch H2-Wertschöpfung

Das untersuchte Obere Tollensegebiet im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns könnte laut der Studie eine Schlüsselrolle in der regionalen Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff übernehmen.

Die Studie liefert konkrete Handlungsempfehlungen für zukünftige Investitionen und Wasserstoffprojekte in der Region. Der Fokus liegt dabei auf einer integrierten Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette. Ein vergleichbares Modell betreibt GP Joule seit mehreren Jahren im Rahmen von eFarm Nordfriesland im nordfriesischen Bosbüll. Auch hier gelangt Windstrom direkt in eine angeschlossene Elektrolyseanlage.

(Quelle: GP Joule/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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