thyssenkrupp beschließt Bau der ersten Direktreduktionsanlage

thyssenkrupp hat die Grundlage für Investitionen von mehr als zwei Milliarden Euro zum Einstieg in die grüne Transformation gelegt. Der Vorstand der thyssenkrupp AG hat heute den entsprechenden Eigenmittelanteil zum Bau der ersten Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg freigegeben hat. Damit wird der steigenden Nachfrage nach klimafreundlichem Stahl Rechnung getragen und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft forciert.

von | 22.09.22

Der Standort in Duisburg könnte durch eine Umstellung auf Direktreduktion per Wasserstoff bald CO2-frei arbeiten
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22. September 2022 | thyssenkrupp hat die Grundlage für Investitionen von mehr als zwei Milliarden Euro zum Einstieg in die grüne Transformation gelegt. Der Vorstand der thyssenkrupp AG hat heute den entsprechenden Eigenmittelanteil zum Bau der ersten Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg freigegeben hat. Damit wird der steigenden Nachfrage nach klimafreundlichem Stahl Rechnung getragen und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft forciert.

Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG unterstützt diese Entscheidung. Das Großprojekt steht weiterhin unter dem Vorbehalt einer Förderung durch die öffentliche Hand.

Mit einer Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen wird die erste Anlage größer dimensioniert sein, als zunächst geplant. Damit beschleunigt thyssenkrupp den Start in die CO2-arme Stahlproduktion und leistet einen Beitrag zur Erreichung nationaler und europäischer Klimaziele.

tkH2Steel: Wasserstoffbasierte grüne Transformation am Standort Duisburg

Im Rahmen seines Transformationsprojekts tkH2Steel® hat thyssenkrupp Steel ein technologisches Konzept zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion entwickelt. Die kohlebasierten Hochöfen werden dabei durch wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlagen ersetzt. Das dort entstehende, mit Wasserstoff direkt reduzierte Eisen, wird erstmalig in nachgeschalteten und speziell entwickelten Einschmelzaggregaten zu qualitativ hochwertigem Roheisen verflüssigt. Alle nachfolgenden Produktionsschritte können in der bestehenden Anlagenstruktur einschließlich der Stahlwerke erfolgen und ermöglichen so eine effiziente Transformation.

Im neuen Anlagenkonzept kann so das gesamte Premium Produktportfolio ohne Qualitätsabstriche CO2-arm erzeugt werden. tkH2Steel® steht damit für einen effizienten und beispielgebenden Weg hin zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion.

Nächste Schritte in Planung

Martina Merz, Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG:#

„Die Freigabe dieser enormen Investition erfolgt mitten im Umbau des Unternehmens, in einem zudem für alle sehr herausfordernden Umfeld. Wir unterstreichen damit unseren Anspruch, auch beim Stahl einen entscheidenden und vor allem schnellen Beitrag zur grünen Transformation zu leisten. Das ist ein weiterer Schritt für unser Team bei Steel Europe, für unsere Partner und für das Ruhrgebiet.

 

In dieser Region ist alles da, was es für eine erfolgreiche grüne Transformation braucht. Deshalb spielt das Ruhrgebiet bei der Energiewende vorne mit. Davon sind wir fest überzeugt, und das belegt auch diese Investition, die eine Zeitenwende für die Stahlproduktion im Ruhrgebiet einleitet.“

Bernhard Osburg, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp Steel Europe AG:

„Mit den heutigen Entscheidungen machen wir weiter Tempo auf unserem Weg zur klimafreundlichen Stahlproduktion. Die erste Direktreduktionsanlage mit nachgeschalteten Einschmelzern wird unseren Kunden bereits in absehbarer Zeit mit über zwei Millionen Tonnen erheblich mehr CO2-arm produzierten Premiumstahl pro Jahr liefern, als bisher geplant. Wir bekräftigen damit unser Ziel, im Wettbewerb um die grünen Stahlmärkte der Zukunft eine führende Rolle einzunehmen und unsere Kunden bei der Erreichung ihrer Dekarbonisierungsziele zu unterstützen.

 

Zudem kommen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach und senken den CO2-Ausstoß unserer Produktion im ersten Schritt bereits um knapp 20 Prozent. Das sind bereits fünf Prozent der Treibhausgasemissionen des Ruhrgebiets. Unser Transformationsprojekt tkH2Steel® ist der Schlüssel dazu.“

(thyssenkrupp/2022)

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