thyssenkrupp vertieft Wasserstoff-Kooperation mit Abu Dhabi

thyssenkrupp Uhde und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) haben ein Memorandum of Unterstanding (MoU) unterschrieben. Ziel ist eine langfristige Partnerschaft zur Schaffung neuer Märkte für Wasserstoff.

von | 19.01.23

© unsplash/ Saj Shafique
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19. Januar 2023 | thyssenkrupp Uhde und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) haben ein Memorandum of Unterstanding (MoU) unterschrieben. Ziel ist eine langfristige Partnerschaft zur Schaffung neuer Märkte für Wasserstoff.

Das MoU wurde laut thyssenkrupp während der Abu Dhabi Sustainability Week (ADSW) unterschrieben. Die Vereinbarung wird sich auf eine gemeinsame Projektentwicklung einer Ammoniak-Cracking-Anlage im Großmaßstab fokussieren, um nach dem Transport den Wasserstoff aus Ammoniak wieder zu extrahieren.

Der Ammoniak-Cracking-Prozess basiert auf der Uhde® Reformertechnologie. Sie kommt in mehr als 130 chemischen Großanlagen zum Einsatz.

Im Rahmen der Absichtserklärung wollen die Unternehmen an der Entwicklung einer Ammoniak-Cracking-Anlage im Großmaßstab arbeiten. Dafür wollen die Partner Technologie von thyssenkrupp verwenden. Die Absichtserklärung umfasst auch die Erkundung von Möglichkeiten in der Wertschöpfungskette für saubere Energie, für die Nachfrage von sauberem Ammoniak und dessen Transport von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu industriellen Ammoniak-Cracking-Anlagen weltweit.

VAE und thyssenkrupp erarbeiten „globalen Markt für Wasserstoff“

Musabbeh Al Kaabi, Executive Director,“Low Carbon Solutions and International Growth” Direktion, ADNOC:

“ADNOCs schnell wachsendes Wasserstoffgeschäft wird durch die reichlich vorhandenen und wettbewerbsfähigen Energiereserven der VAE ermöglicht. Wir sind entschlossen, unsere Position als verlässlicher Lieferer kohlenstoffärmerer Energie zu stärken, neue Einnahmequellen zu schaffen und den globalen Markt für Wasserstoff zu entwickeln.

 

Dabei werden wir mit gleichgesinnten Partnern wie thyssenkrupp zusammenarbeiten, um konkrete Lösungen zu liefern, die zur Dekarbonisierung des Energiesektors beitragen.“

Martina Merz, CEO thyssenkrupp AG:

„Wir bei thyssenkrupp tragen aktiv zu allen Dimensionen der grünen Transformation bei. Zusammen mit ADNOC gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Ammoniak-Cracking im Großmaßstab und ermöglichen damit die globale Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff.

 

Die Kompetenzen von thyssenkrupp Uhde sind hier ein wichtiger Baustein. Ein perfektes Beispiel, wie Partnerschaften die Transformation beschleunigen können, und ein perfektes Beispiel für thyssenkrupp-Technologie im Herzen der grünen Transformation.“

Dr. Cord Landsmann, CEO thyssenkrupp Uhde:

„Die Länder Europas, sowie viele andere auch, sind auf den Import von grünem Wasserstoff angewiesen, um die Industrie und die Gesellschaft zu dekarbonisieren. Sauberes Ammoniak ist der beste Weg, um Wasserstoff per Schiff zu transportieren, und zusammen mit ADNOC werden wir das letzte Puzzleteil für den globalen grünen Wasserstoffhandel im Großmaßstab liefern.“

Ammoniak als „Schlüssel für globale saubere Energieketten“

Das „Hydrogen Council“ schätzt, dass Wasserstoff 18% des globalen Energiebedarfs bis 2050 decken kann. Ammoniak gilt als idealer Wasserstoffträger, da es leichter zu komprimieren und zu transportieren ist. Nach seiner Verschiffung wird Ammoniak am Zielort in Wasserstoff gespalten („Cracking“), bevor es in der Energiewertschöpfungskette verwendet wird.

Energie aus Wasserstoff erzeugt lediglich Wasser als Nebenprodukt ohne CO2-Emissionen. Da die Industrie weltweit expandiert und eine starke Nachfrage aus Deutschland und anderen europäischen Ländern besteht, wird Ammoniak-Cracking für das Wachstum der Branche immer wichtiger.

 

(Quelle: thyssenkrupp Uhde/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

MoU-Unterzeichnung in Abu Dhabi (Quelle: thyssenkrupp Industrial Solutions AG)

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