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Umfrage: 70 % der Deutschen sehen Wasserstoff als Energieträger der Zukunft

Immer mehr Deutschen sehen grünem Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von thyssenkrupp nucera vom 28. April bis zum 5. Mai durchgeführt hat.

von | 11.05.23

5.000 Bundesbürger wurden nach ihrer Meinung zum Thema Wasserstoff befragt
© Yingyaipumi - stock.adobe.com
MSR-Innovations

09. Mai 2023 | Mehr als zwei Drittel der Deutschen sehen grünen Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von thyssenkrupp nucera vom 28. April bis zum 5. Mai durchgeführt hat.

An der Umfrage nahmen insgesamt 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren teil. Daneben wurde nach den drei Entscheidergruppen Industrie, Energiesektor (auf kommunaler, Landes-, Bundes- und EU-Ebene) und Privatwirtschaft ausgewertet.

Für mehr als zwei Drittel (69%) ist der CO2-freie Wasserstoff der Energieträger der Zukunft für Europa und Deutschland. Vor allem SPD-Wähler haben laut Umfrage großes Vertrauen in grünen Wasserstoff (83%). Bei Wählern der CDU/CSU sind es rund 75%, bei Wählern der Linken und AfD jeweils nur jeder Zweite.

(Quelle: thyssenkrupp nucera)

Insbesondere Industrie will grünen Wasserstoff

Für thyssenkrupp nucera zeigen die hohen Zustimmungswerte unter Entscheidern aus der Industrie, dass dieser Sektor klimafreundlichen Wasserstoff will. Fast zwei Drittel der befragten Führungskräfte (61%) und sogar 81% der Entscheider aus dem Energiesektor sehen grünen Wasserstoff als wichtig an.

Die deutsche Bevölkerung verspricht sich von grünem Wasserstoff vor allem eine größere Sicherheit bei der Energieversorgung durch eine geringere Importabhängigkeit (56%) und eine sichere Energieversorgung (40%). Außerdem spreche für den Energieträger, dass er zum Klimaschutz beiträgt (51%).

Fast jeder zweite Befragte (48%) ist auch davon überzeugt, dass grüner Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Industrie notwendig ist. Die Entscheidungsträger aus der Industrie heben besonders die reduzierte Importabhängigkeit bei der Energieversorgung (46%) hervor sowie den Klimaschutz (35%). Auch beim Energiesektor steht die geringere Importabhängigkeit im Fokus (73%), gefolgt vom Klimaschutz (59%).

(Quelle: thyssenkrupp nucera)

Drei Vierteil fordern stärkere EU-Förderung

Mit der Bedeutung von CO2-freiem Wasserstoff geht aus Sicht der Befragten eine hohe Verantwortung der Politik einher, bestehende Hürden für den Wasserstoffhochlauf abzubauen. Drei Viertel der Bevölkerung (74%) und der Entscheider aus der Industrie (75%) fordern von der EU-Politik eine stärkere Förderung von grünem Wasserstoff. Dies fordern wieder vor allem SPD-Wähler (annähernd 90%), bei den Wählern von AfD oder Linken ist die Zustimmung mit je weniger als 60% deutlich geringer.

An welchen Stellschrauben muss aus Sicht der Befragten gedreht werden, um grünen Wasserstoff in der Wirtschaft in Europa zu etablieren? Ganz oben auf der Liste stehen stabile Preise für erneuerbare Energien (35%), Bürokratieabbau / Gesetzesreformen (34%) und Planungs- und Investitionssicherheit (33%).

Für Führungskräfte aus der Industrie sind die Planungs- und Investitionssicherheit (36%) und der Bürokratieabbau/Gesetzesreformen (36%) die wichtigsten Förderer grüner Energie. Für die Entscheider aus dem Energiesektor sind Bürokratieabbau und Gesetzesreformen (59%) wichtiger als die Planungs- und Investitionssicherheit (45%).

EU-Förderung reicht nicht aus

Mehr als zwei Drittel (68%) der Bürger und 81% der Entscheider aus der Industrie sagen, dass die bisherige Wasserstoff-Förderung durch die Politiker in Brüssel nicht ausreicht, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Die Umfrageergebnisse unterstreichen die enorme Wichtigkeit von grünem Wasserstoff als Energieträger der Zukunft für Europa. Die Deutschen und die Industrie wollen den CO2-freien Energieträger. Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff kann die Dekarbonisierung insbesondere der kohlenstoffintensiven Schwerindustrie schnell und effizient vorangetrieben werden.

 

Das wäre ein so dringend nötiger Beitrag zur Verbesserung des Klimas. Damit uns das gelingt, muss jeder in der Gesellschaft, die Politik und die Industrie, seinen Beitrag leisten“, sagt Dr. Werner Ponikwar, CEO der thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA.

(Quelle: thyssenkrupp nucera)

 

(Quelle: thyssenkrupp nucera/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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