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Verkehrswende in Bayern: H2 Mobility stellt erste Tankstellen um

Bayerns Wasserstoffmobilität wird grüner: Tyczka Hydrogen und H2 Mobility Deutschland haben erste Lieferverträge für grünen Wasserstoff geschlossen. Den Auftakt macht die stark frequentierte H2-Tankstelle in Erlangen, die nach Angaben der Unternehmen ab sofort mit erneuerbarem Wasserstoff versorgt wird. Weitere bayerische Standorte in Biebelried, Fürth und Pentling sollen in Kürze folgen. Bis 2028 will H2 Mobility gänzlich auf den Einsatz von fossilem Wasserstoff verzichten.

von | 05.12.24

v. l. n. r.: Katharina Fetzer (hylane), Eike Diercks, Frank Fronzke (beide H2 Mobility), Thomas Zorn, Christoph Stiller (beide Tyczka Hydrogen)
© Tyczka Hydrogen
Bayern

„Um einen echten Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs zu leisten, haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2028 komplett auf grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien umzusteigen“, erklärte Frank Fronzke, Geschäftsführer und COO von H2 Mobility in einer Pressemitteilung vom 4. Dezember. Die Umstellung in Erlangen markiere dabei einen wichtigen Meilenstein.

Denn der Standort Erlangen ist besonders für den Schwerlastverkehr von strategischer Bedeutung. Die Station zähle zu den meistfrequentierten im gesamten H2 Mobility-Netz und versorgt vor allem Geschäftskunden aus der Logistik- und Abfallwirtschaft. Zu den Hauptkunden gehört unter anderem der Kölner Lkw-Verleih hylane, der die größte Wasserstoff-Truck-Flotte Europas betreibt.

„Wir freuen uns, Europas führendes öffentliches Wasserstofftankstellennetz zu unseren Kunden zählen zu dürfen – und damit in unserem Heimatbundesland Bayern zu beginnen“, betonte Thomas Zorn, Geschäftsführer und COO von Tyczka Hydrogen. Das Unternehmen plant, den gelieferten Wasserstoff nach der EU-Verordnung für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) zertifizieren zu lassen, sobald dies möglich ist.

Weitere Stationen in Bayern geplant

Ihre Kooperation wollen die beiden Unternehmen über die ersten Standorte hinaus ausbauen: Weitere Lieferverträge seien bereits in Planung. Die Tankstellen-Umstellung auf grünen Wasserstoff kann die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs unterstützen. Zudem unterstreicht sie Bayerns Selbstverständnis als Vorreiter-Bundesland in Sachen Wasserstoffmobilität.

H2 Mobility Deutschland, gegründet 2015, hat sich von einer reinen Projektgesellschaft zu einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen entwickelt. Als nach eigenen Angaben größter öffentlicher Wasserstoffstationen-Betreiber Europas  übernimmt das Unternehmen auch den Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Die technische Entwicklung, Finanzierung, Planung sowie der Bau und Betrieb der Stationen liegen damit in einer Hand.

Über seine Tochter Tyczka Hydrogen bietet der Gasproduzent Dienstleistungen für Wasserstoff-Produktion, -Transport, Logistik und Anwendungstechnik an. In Augsburg hatte das Unternehmen im Herbst 2023 den Bau einer eigenen H2-Tankstelle gestartet. Das Familienunternehmen mit Sitz in Geretsried bei München beschäftigt europaweit über 630 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro.

 

(Quelle: H2 Mobility/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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