VNG plant Wasserstoff-Import aus Algerien

21. Dezember 2022 | Die VNG AG und Sonatrach, ein staatliches algerisches Energieunternehmen mit Sitz in Algier und größtes Unternehmen Afrikas, wollen am Hochlauf einer deutsch-algerischen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff arbeiten. Dafür haben beide Unternehmen im Rahmen des 4. Deutsch-Algerischen Energietages in Algier eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist, gemeinsam die Möglichkeiten zur Realisierung langfristiger Wasserstoff- […]

von | 21.12.22

21. Dezember 2022 | Die VNG AG und Sonatrach, ein staatliches algerisches Energieunternehmen mit Sitz in Algier und größtes Unternehmen Afrikas, wollen am Hochlauf einer deutsch-algerischen Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff arbeiten.

Dafür haben beide Unternehmen im Rahmen des 4. Deutsch-Algerischen Energietages in Algier eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist, gemeinsam die Möglichkeiten zur Realisierung langfristiger Wasserstoff- und Ammoniakprojekte zu betrachten, um perspektivisch grünen Wasserstoff aus Algerien nach Deutschland zu importieren.

„Wasserstoff wird zukünftig ein wesentlicher Bestandteil unserer Energiezukunft sein. Um den Bedarf an Wasserstoff in Deutschland zu decken, müssen aber große Mengen importiert werden. Grüner Wasserstoff aus Algerien könnte dafür perspektivisch eine wichtige Rolle spielen, da die Potenziale hierfür riesig sind. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir heute gemeinsam mit Sonatrach einen wichtigen Grundstein für den Hochlauf der deutsch-algerischen Wasserstoffwirtschaft gelegt haben“, erläutert Hans-Joachim Polk, Mitglied des Vorstands der VNG.

Gemeinsame Ambitionen zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft

Zunächst wollen VNG und Sonatrach an wissenschaftlich-technischen Fragestellungen arbeiten, beispielsweise hinsichtlich der Wasserstoffinfrastruktur. Außerdem will man die Potentiale gemeinsamer kommerzieller Wasserstoffprojekte bewerten.

„Sonatrach und VNG teilen große Ambitionen beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft. Die Zusammenarbeit wird uns helfen, gemeinsam zu lernen und langfristig an der Realisierung einer Lieferpartnerschaft zu arbeiten. Eine wichtige Rolle beim Wasserstoffhochlauf wird künftig auch unsere gut ausgebaute Gasinfrastruktur spielen“, so Polk.

VNG verfügt über ihre unabhängige Tochtergesellschaft ONTRAS Gastransport GmbH und über ihre Speichertochter VNG Gasspeicher GmbH über wichtige Assets für den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Ostdeutschland.

„Sontrach ist Teil der nationalen algerischen Wasserstoff-Roadmap, die darauf abzielt, bis zum Jahr 2030 Pilotprojekte zu starten. Die internationale Infrastrukturanbindung zwischen Algerien und Europa, die für den Transport von grünem Wasserstoff genutzt werden kann, sowie die Verfügbarkeit des Solarenergiepotentials, ermöglicht es uns, eine langfristige Strategie zu verfolgen, um grüne Wasserstoffprojekte zu wettbewerbsfähigen Kosten zu realisieren.

 

Heute unterzeichnen wir eine Absichtserklärung mit einem anerkannten strategischen Partner in der aufstrebenden Wasserstoffbranche, um eine langfristige Zusammenarbeit gemeinsamer kommerzieller Wasserstoffprojekte zu prüfen“, sagt Fethi Arabi, Mitglied des Vorstands der Sonatrach.

 

(VNG/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Unterzeichnung der Absichtserklärung in Algier. vordere Reihe (v.l.n.r.): Hans-Joachim Polk (CTO, VNG) und Fethi Arabi (Vorstandsmitglied, Sonatrach). hintere Reihe (v.l.n.r.): Elisabeth Wolbers (Deutsche Botschafterin), Dr. Franziska Brantner (Parlament. Staatssekretärin im BMWK), Samia Moualfi (Ministerin für Umwelt und Erneuerbare Energien, Algerien) und Mohamed Arkab (Minister für Energie und Bergbau, Algerien) (Quelle: VNG/Meziane Djaout)

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