Der ACV testet aktuell den ersten Wasserstoff-Abschleppwagen Deutschlands im Alltagseinsatz. In Deutschland finden jährlich mehrere Millionen Abschleppvorgänge statt. Um die Emissionen, die bei den Einsätzen entstehen, zu verhindern, erprobt der ACV die alternative Antriebstechnologie. Das Fahrzeug übernimmt dabei Pannen- und Unfallhilfe ohne Einschränkungen bei Einsatzbereitschaft, Reichweite oder Verlässlichkeit.
Für das Pilotprojekt kommt ein PH2P Truck von Paul Nutzfahrzeuge auf Basis eines Mercedes Atego 4×2-Chassis zum Einsatz. Das Fahrzeug verfügt über eine Brennstoffzelle, einen 200-kW-Antrieb und eine 133-kWh-Batterie. Wellmeyer Fahrzeugbau rüstete den Lkw für den Abschleppeinsatz mit einem hydraulischen Schiebeplateau mit 4 Tonnen Traglast aus.
Der Tank des Wasserstoff-Abschleppwagen fasst 30 Kilogramm H₂ und kommt so auf eine Reichweite von rund 450 Kilometern. Eine vollständige Betankung dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
Hohe Laufleistungen sprechen für Wasserstoffantrieb
Für Pkw bietet der batterieelektrische Antrieb Effizienzvorteile, in schweren und intensiven Einsätzen ändern sich jedoch die Anforderungen an den Antrieb. Bei hohen Lasten, langen täglichen Laufzeiten und kurzen Standzeiten bietet Wasserstoff Vorteile gegenüber batterieelektrischen Antrieben. Diese Anforderung führte zur Wahl des Wasserstoffantriebs für das Pilotprojekt. Für künftige Antriebslösungen schließt der ACV batterieelektrische Lkw jedoch nicht aus.
„Mit diesem Pilotprojekt wollen wir Erfahrungen sammeln, neue Wege erproben und deutlich machen, dass die Zukunft der Pannen- und Unfallhilfe emissionsfrei sein kann“, sagte ACV-Geschäftsführer Holger Küster.
Projektpartner stellen Fahrzeug und Infrastruktur
Mehrere Partner tragen das Pilotprojekt: Paul Nutzfahrzeuge liefert den Brennstoffzellen-Lkw, Wellmeyer Fahrzeugbau rüstet ihn für den Abschleppeinsatz aus, H2 Mobility stellt die Wasserstoffversorgung im Raum Köln bereit. Der LS Pannenservice Köln setzt das Fahrzeug im praktischen Einsatz ein. Das Institut für Fahrzeugtechnik IFK der TH Köln begleitet das Projekt wissenschaftlich.









