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Wasserstoff aus dem Saarland: HydroHub Fenne erhält IPCEI-Förderung

Im Projekt HydroHub Fenne installiert das Essener Unternehmen Iqony im saarländischen Völklingen-Fenne ein PEM-Elektrolyseur. Die 53-MW-Anlage soll auf dem Gelände des bestehenden Kraftwerks errichtet werden. Nun ist es von der EU als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) eingestuft worden.

von | 28.02.24

Völklingen ist die viertgrößte Stadt des Saarlandes. Der Stadtname wurde erstmals im Jahr 822 urkundlich erwähnt
© sornthanashatr - stock.adobe.com

28. Februar 2024 | Im Projekt HydroHub Fenne installiert das Essener Unternehmen Iqony im saarländischen Völklingen-Fenne einen PEM-Elektrolyseur mit 53 MW Kapazität. Er soll auf dem Gelände des bestehenden Kraftwerks entstehen. Nun hat die EU-Kommission das Projekt als Teil der Hy2Infra Welle als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) eingestuft, womit der Start der Baumaßnahmen näher gerückt ist.

Iqony-Wasserstoffprojekt im saarländischen Völklingen-Fenne

Projektskizze (© Iqony)

Der HydroHub Fenne ist eines der 24 deutschen Projekte, die Teil der dritten IPCEI-Welle sind. Mit der am 15. Februar erfolgten Beihilfegenehmigung darf Iqony nun für das Projekt Fördermittel erhalten und kann die Realisierung starten.

Insgesamt gehören zu „Hy2Infra“, das auf die IPCEI-Wellen „Hy2Tech“ und „Hy2Use“ im Jahr 2022 folgt, 33 europäische Wasserstoffprojekte. Die Bundesregierung und die Bundesländer wollen insgesamt rund 4,6 Mrd. Euro in die zu Hy2Infra gehörigen Infrastrukturprojekte in Deutschland investieren.

Weil die abschließende Entscheidung der nationalen Fördergeber noch aussteht, lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen zur finalen Förderhöhe treffen. Der Energiekonzern gab an, dass sich die Gesamtinvestitionen für den HydroHub auf rund 150 Mio. Euro belaufen.

Wasserstoff-Ökosystem im Dreiländereck

Der Elektrolyseur soll ab 2027 etwa 8.200 t grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Dieser soll dann einem Teil der Industrie und des Mobilitätssektors der Region zur Verfügung stehen.

Laut Iqony sei der Standort für den Elektrolyseur ideal: Durch das Kraftwerksgelände in Völklingen könne ein Brownfield-Ansatz verfolgt und die vorhandenen Strukturen ohne größere Veränderungen weiter genutzt werden. Außerdem profitiere der Elektrolyseur von der Nähe zu potenziellen Abnehmern. Zudem gebe es am Standort einen nutzbaren Netzanschluss und eine Pipelineinfrastruktur. Außerdem sei Völklingen-Fenne bereits ein relevanter Energieknotenpunkt, über den das saarländische Fernwärmenetz versorgt wird. Künftig könnte zusätzlich die Abwärme des Elektrolyseurs eingespeist werden.

Der HydroHub Fenne gehört zur Grande Region Hydrogen (GRH), einem europäischen Kooperationsprojekt zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die GRH-Initiative wurde von der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV) geplant. Die EWIV wurde 2021 von den Verteilernetzbetreibern Creos (Deutschland) und GRTgaz (Frankreich), dem Energiekonzern Encevo (Luxemburg) sowie dem Wasserstoffproduzenten H2V (Frankreich) gegründet. Neben dem HydroHub Fenne umfasst die GRH neun weitere Projekte.

Übersicht aller GRH-Projekte

 

(Quelle: Iqony/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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