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Wasserstoff aus der Ukraine nach Zentraleuropa

Um die für eine klimaneutrale europäische Energieversorgung notwendige Produktion von grünem Wasserstoff für Europa zu beschleunigen und hochzufahren, hat die internationale Industriepartnerschaft bestehend aus Bayerngas GmbH, bayernets GmbH, Eco-Optima LLC, Open Grid Europe GmbH und RAG Austria AG das Projekt „H2EU+Store“ konzipiert. Im Rahmen von „H2EU+Store“ sollen einerseits die notwendigen Kapazitäten für die erneuerbare Strom- […]

von | 05.05.21

RAG Gasspeicher in Puchkirchen, Oberösterreich
Foto: RAG/Karin Lohberger Photography

Um die für eine klimaneutrale europäische Energieversorgung notwendige Produktion von grünem Wasserstoff für Europa zu beschleunigen und hochzufahren, hat die internationale Industriepartnerschaft bestehend aus Bayerngas GmbH, bayernets GmbH, Eco-Optima LLC, Open Grid Europe GmbH und RAG Austria AG das Projekt „H2EU+Store“ konzipiert. Im Rahmen von „H2EU+Store“ sollen einerseits die notwendigen Kapazitäten für die erneuerbare Strom- und Wasserstoffproduktion in der Ukraine geschaffen und andererseits der Ausbau der Speichervolumina in Österreich und Deutschland sowie Adaptierungen im Bereich des Gastransports nach Zentraleuropa durchgeführt werden. Die dazu nötigen nächsten Schritte wurden in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgelegt.

Von der Ukraine nach Zentraleuropa (Grafik: RAG Austria AG)

Wasserstoff aus der Ukraine nach Zentraleuropa (Grafik: RAG Austria AG)

In einem Stufenplan bis 2050 wird der in der Westukraine produzierte grüne Wasserstoff in für Europa signifikanten Dimensionen ins internationale Gastransportnetz der Westukraine eingespeist und über die Gasleitungssysteme der Slowakei und Österreichs zu den Energiespeichern der RAG Austria AG transportiert.

Europäische Kooperation notwendig – Energie kennt keine Grenzen

Damit Wasserstoff bei der Transformation des Europäischen Energiesystems die ihm angedachte Rolle erfüllen kann, muss dieser Energieträger auch in entsprechender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen. Zusätzlich zur lokalen Wasserstoffproduktion innerhalb von Deutschland und der EU ist ein Import einer signifikanten Menge von grünem Wasserstoff zur Bedarfsdeckung unerlässlich. Im Festlandbereich Europas bietet die Ukraine beste Voraussetzungen für eine großskalierbare, grüne Wasserstoffproduktion. Die Ukraine kombiniert ein enormes Potential für Stromproduktion aus Photovoltaik und Wind mit dem Zugang zu bestehender überregionaler Gasinfrastruktur für den Transport von Wasserstoff nach Zentraleuropa. Dies deckt sich auch mit der Wasserstoff-Strategie der Europäischen Union, in der die Ukraine als einer der primären Partner für den Wasserstoff Rollout gesehen wird.

Rahmenbedingungen für Wasserstoffausbau rasch schaffen

Die Industriepartnerschaft „H2EU+Store“ unterstützt die Wasserstoffstrategie der EU und legt den Grundstein für das gewünschte Hochfahren der Wasserstoffnutzung in Österreich und Deutschland. „Nun ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen für eine rasche Umsetzung der Initiative „H2EU+Store“ zu schaffen. Für die Realisierung dieses wichtigen internationalen Energieprojektes braucht es einen entsprechenden politischen Umsetzungswillen, damit die Energiewende tatsächlich erreicht werden kann und keine Absichtserklärung bleibt“, fordert Mitteregger. „Wir sind bereit. Unsere bestehenden und zusätzlich geplanten Wind- und PV-Parks können zur Wasserstoffproduktion in der Westukraine verwendet werden. Um den notwendigen Ausbau rasch umsetzen zu können, bedarf es jedoch erheblicher Investitionen, die auch seitens der Europäischen Union bereitgestellt werden müssen“, ergänzt Stepan Kozytskyy, Miteigentümer der Eco-Optima LLC.

„H2EU+Store“ schließt an der Landesgrenze zu Deutschland am Grenzübergangspunkt Überackern/Burghausen an das Wasserstoffnetz-Projektvorhaben „HyPipe Bavaria“ der bayernets GmbH und Open Grid Europe GmbH zur Nutzung bestehender Transportleitungen oder Leitungstrassen an. Gemeinsam könnte so in naher Zukunft mit dem Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Bayern begonnen werden.

 

(Quelle: RAG Austria AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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