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Wasserstoff-Drohne absolviert Kampfeinsätze in der Ukraine

Der Hersteller von unbemannten Luftfahrzeugen Skyeton hat eine wasserstoffbetriebene Drohne in der ukrainischen Kampfzone getestet. Die ukrainischen Streitkräfte haben die mit einem Brennstoffzellenantrieb versehene Variante der Aufklärungsdrohne Raybird für Fernaufklärungsmissionen eingesetzt. Die Tests der Wasserstoff-Drohne finden im Rahmen behördlicher Erprobungen statt. Der Wasserstoff-Elektroantrieb soll die Effizienz für militärische und zivile Anwendungen steigern.

von | 27.01.26

Die wasserstoffbetriebene Drohne des Herstellers Skyeton.
© Skyeton
Wasserstoff-Drohne absolviert Kampfeinsätze in der Ukraine

Die wasserstoffbetriebene Version der Aufklärungsdrohne Raybird fliegt bereits seit Dezember 2024 Einsätze in der Ukraine. Die Brennstoffzellendrohne durchläuft derzeit das Kodifizierungsverfahren für die breitere Einführung bei den ukrainischen Streitkräften. Die Wasserstoff-Drohne erreicht Stand Januar 2026 rund zwölf Stunden Flugdauer und soll auf 20 Stunden erweitert werden. Die serienreife Raybird mit Verbrennungsmotor hingegen fliegt über 28 Stunden.

Skyeton-CEO Roman Knyazhenko erklärt: Die zweijährige Laborarbeit mündete in ein neues Flugzeugkonzept – gleiche Klasse und Gewicht, aber komplett überarbeitetes Design mit elektrischem Antrieb. Die Ingenieure entwickelten eine komplett neue Flugzeugzelle für die Integration des Wasserstoffsystems. Die Konstruktion verteilt Raum und Gewicht für das Antriebssystem anders als beim Vorgänger und ist für die Serienproduktion optimiert, so Skyeton.

Der Wasserstoff kombiniert die Vorteile des Elektromotors – hohe Zuverlässigkeit, Leistung und einfache Wartung – mit der Langstreckenkapazität. Diese Balance ist entscheidend, da die Raybird komplexe Tiefenaufklärung mit anspruchsvollen Sensorsystemen durchführt. Die durchschnittliche Missionsdauer überschreitet zehn Stunden.

Vorteile gegenüber konventionellen Drohnen

Die Entwickler lösten mehrere Probleme für den stabilen Betrieb unter verschiedenen Bedingungen. Das Wasserstoff-Hybridsystem funktioniert in einem Temperaturbereich von minus 35 bis plus 55 Grad Celsius. Damit entspricht es der Verbrennungsmotorvariante und deckt alle klimatischen Anforderungen für die typischen Raybird-Einsätze ab. 

Im Gegensatz zum klassischen Verbrennungsmotor erzeugt der elektrische Antrieb deutlich weniger Wärme. Dadurch sinkt die Wärmesignatur der Drohne erheblich. Außerdem erreicht die wasserstoffbetriebene Version größere Flughöhen als die konventionelle Variante. Der Elektromotor arbeitet zudem wesentlich leiser.

Die Ingenieure entwickelten auch Lösungen gegen Wasserstoffpermeation. Sie verbesserten Verbindungen, Druckreduzierung und die Bedienbarkeit für die Operatoren.

Skyeton liefert die Hybrid-Raybird (ACS-3) als eigenständiges System. Zwei Logistikszenarien sind vorgesehen: Die Einheiten erhalten entweder vorgefüllte Tanks, die wie Kartuschen gewechselt werden, oder eine kompakte mobile Einheit zur Wasserstoffproduktion vor Ort.

 

(Quelle: skyeton/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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