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Wasserstoff einsetzen, um mobile Sendestationen zu betreiben

Funkmastbetreiber Vantage Towers hat kürzlich eine neue Generation des EnergyContainers vorgestellt. Das neue Modell arbeitet mit Wasserstoff sowie einer Photovoltaikanlage. Somit können Mobilfunkstationen, die nicht an das Stromnetz angebunden sind, künftig umweltfreundlich betrieben werden.

von | 06.07.22

Vantage Towers
Vantage Towers
Neue Generation des EnergyContainers von Vantage Towers

6. Juni 2022 | Funkmastbetreiber Vantage Towers hat kürzlich eine neue Generation des EnergyContainers vorgestellt. Das neue Modell arbeitet mit Wasserstoff sowie einer Photovoltaikanlage. Somit können Mobilfunkstationen, die nicht an das Stromnetz angebunden sind, künftig umweltfreundlich betrieben werden.

„Bei der Entwicklung des neuen EnergyContainers mit Wasserstoffmotor sind vor allem unsere Erfahrungen aus unseren Einsätzen bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingeflossen“, erläutert Peter Gramm, Entwicklungsingenieur bei Vantage Towers. „Gerade in Krisengebieten mit schwer zugänglichen Einsatzorten ist es wichtig, die noch vorhandene Infrastruktur nicht zusätzlich durch Wartungs- und Versorgungsfahrten zu belasten. Während Dieselmotoren einmal pro Woche neu betankt werden müssen, schafft die neue Generation des EnergyContainers bis zu drei Monate Betrieb. Außerdem erzeugen wir weniger Abgasemissionen und Grundwasser und Flüsse werden nicht belastet.“

Das Kernstück der Anlage ist ein Wasserstoffverbrennungsmotor von Toyota mit einer Leistung von 14 kW. Im Vergleich zu anderen alternativen Antriebstechnologien, wie beispielsweise der Brennstoffzelle, verfügen Wasserstoffmotoren über eine höhere Leistung und eine längere Lebensdauer, was vor allem in schwer zugänglichen Einsatzorten von Vorteil ist. So erzeugt der neue EnergyContainer ausreichend Energie, um die Antennen mehrerer Mobilfunkanbieter mit Strom zu versorgen und ermöglicht auf diese Weise eine flächendeckende Mobilfunkversorgung.

Photovoltaikanlage auf dem Dach sichert Stromversorgung

Zusätzlich gewährleistet eine Photovoltaikanlage auf dem Dach die dauerhafte Betriebsbereitschaft, indem beispielsweise die Betriebs- und Starterbatterien aufgeladen werden oder die Beleuchtung mit Strom versorgt wird. Die Solarpaneele können je nach Sonnenstand ausgerichtet werden. Über Energiekabel ist der 6 Meter lange und 2,6 Meter hohe Container direkt mit der mobilen Sendeanlage verbunden. Ergänzt werden Wasserstoff- und Solarantrieb mit einem Flüssiggas-Motor, ebenfalls von Toyota und mit einer Leistung von 20 kW. Dieser Motor hält die Anlage in Betrieb, wenn eine Versorgung mit Wasserstoff oder Solar nicht lückenlos garantiert werden kann. Auf diese Weise ist ein hybrider Betrieb von bis zu mehreren Wochen möglich, der sich flexibel an die vor Ort verfügbare Kraftstoffversorgung anpasst.

Bei der Produktion des EnergyContainers konnten Ressourcen- und Emissionseinsparungen durch die Verwendung von Aluminium und standardisierten Systemkomponenten erzielt werden.

 

(Quelle: Vantage Towers)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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