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Wasserstoff für Thüringen – Netzbetreiber stellen aktuellen Stand vor

Bereits im März 2024 haben die Netzbetreiber Ferngas, GASCADE und TEN eine Grundsatzvereinbarung über die Umstellung des Thüringer Erdgasnetzes auf Wasserstoff geschlossen. Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung „Wasserstoff für Thüringen“ präsentieren sie nun Fortschritte und Ziele für eine zukunftsfähige Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff.

von | 14.11.25

Ulrich Benterbusch (GASCADE), Tilo Kummer (Thüringer Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten), Antje Dimitrovici (Ferngas), Andreas Horn (Oberbürgermeister Erfurt), Ulf Unger (TEN) (v.l.n.r.)
Quelle: Gascade / Ferngas / TEN
Wasserstoff für Thüringen – Netzbetreiber stellen aktuellen Stand vor

Mit der zweiten gemeinsamen Wasserstoff-Konferenz der Netzbetreiber, Ferngas (Schwaig b. Nürnberg), GASCADE (Kassel) und TEN (Erfurt) berichten die Unternehmen in Erfurt, wie die im März 2024 bei der ersten gemeinsamen Konferenz geschlossene Grundsatzvereinbarung für die Umstellung ihrer Gasleitungsinfrastruktur auf Wasserstoff real umgesetzt wird. Alle drei Netzbetreiber erbringen in Thüringen mit ihrer Gasnetzinfrastruktur wesentliche Versorgungsleistungen.

Die Vereinbarung ist die Grundlage für einen engen Austausch zwischen den Unternehmen. Dies ist wichtig, um planen und festlegen zu können, wie Teile der Netzinfrastruktur für den Transport und die Verteilung von Erdgas auf Wasserstoff transformiert werden. Neben der Leitungsumstellung erfordert dies auch teilweise den Neubau von Netzstrukturen. Die Zusammenarbeit betrifft dabei die Netzebene der Fernleitungen (Ferngas, GASCADE) sowie die Verteilernetzebene (Ferngas, TEN).

Im Rahmen der Umsetzung des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes hat GASCADE bereits rund 200 km bestehender Leitungen mit Wasserstoff gefüllt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um große Mengen an Wasserstoff zukünftig auch nach Thüringen zu transportieren. Erste Netzkopplungen und Netzanschlüsse zwischen den Gasnetzprojekten der Partner innerhalb Thüringens sind mittlerweile eng abgestimmt und teilweise bereits in die Planung gestartet.

Netzbetreiber verknüpfen Thüringen mit dem Wasserstoff-Kernnetz

Ein Beispiel dafür ist die Kopplung zweier Wasserstoff-Kernnetz Projekte von Ferngas und GASCADE bei Jena. Ferngas führt dazu bereits vorbereitende Maßnahmen für die Leitungsumstellung durch. Außerdem planen Ferngas und TEN weitere Netzkoppelpunkte vom zukünftigen Wasserstoff-Kernnetz in die nachgelagerte Netzebene, beispielsweise im nordthüringischen Marolterode: Dort sollen ein zukünftig mit Wasserstoff betriebener Untergrundspeicher der Thüringer Energie Speichergesellschaft und der Wasserstoffhub-Nord-West zwischen Nordhausen und Mühlhausen der TEN über das TH2ECO-Projekt der Ferngas an das Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen werden. Damit ist sichergestellt, dass nicht nur überregionale Transportrouten entstehen, sondern auch Wasserstoffinfrastruktur in und für Thüringen.

Die Planungen der drei Partner zur Wasserstoffleitungsinfrastruktur im Freistaat orientieren sich an den Bedarfen der potentiellen Wasserstoffkunden. Um die Infrastruktur bedarfsgerecht und effizient dimensionieren und realisieren zu können, benötigen die Netzbetreiber frühzeitige und verlässliche Meldungen der potentiellen Wasserstoffkunden und -erzeuger.

Mit der Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Wasserstoff für Thüringen“ möchten die Partner auch unterstreichen, dass Thüringen in Sachen Wasserstoffinfrastruktur gut aufgestellt ist. Thüringen kann zudem auch von überregionalen Entwicklungen profitieren, wenn Netzbetreiber und Industrie zusammenarbeiten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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