Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Wasserstoff im Motorsport: Archigas testet H2-Sensoren in Le Mans

Der Rüsselsheimer Hersteller Archigas hat seine Wasserstoff-Sensortechnologie am Rande des 24-Stunden-Rennens von Le Mans erfolgreich getestet. Nach Angaben des Unternehmens erreichten die Sensoren dabei eine Reaktionsgeschwindigkeit von 30 Millisekunden und detektierten den Wasserstoff auch bei hoher Verdünnung in der Luft zuverlässig. Die Tests fanden im Hydrogen Village der Rennstrecke unter Betreuung von H2-Motorsport-Experte Mathieu Walter statt.

von | 28.07.25

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2025 fand am 14. und 15. Juni auf dem Circuit de la Sarthe statt
© Archigas

Das auf Mikrosensorik spezialisierte Unternehmen Archigas aus Rüsselsheim hat seine Wasserstoff-Detektionstechnologie erfolgreich unter Motorsport-Bedingungen getestet. Dies teilte das Unternehmen am 2. Juli mit. Die Erprobung erfolgte am Rande des diesjährigen 24-Stunden-Rennens von Le Mans im dortigen „Hydrogen Village“.

Sensoren erreichen 30-Millisekunden-Reaktionszeit

Bei den Tests detektierten die Sensoren den zugeführten Wasserstoff nach Unternehmensangaben selbst bei hoher H2-Verdünnung in der Luft augenblicklich. „Die Signale waren quasi in Echtzeit auf dem Monitor, die Werte exakt und die Messung absolut stabil“, so Archigas-Produktingenieur Tom Burkard laut Pressemeldung.

Mathieu Walter (l.) und Tom Burkard auf der Rennstrecke in Le Mans (Quelle: Archigas)

In einem zweiten Testaufbau habe man den Sensor direkt über einen Aluminiumblock in die Leitung eingeschraubt und ebenfalls schnell den erwarteten Wasserstoffgehalt ermittelt. Die Geschäftsführer Illya Kaufman und Wladimir Barskyi hoben die Reaktionsgeschwindigkeit von 30 Millisekunden hervor:

„Im Racing ist man ganz besonders an Speed interessiert, in unserem Fall an der Reaktionsgeschwindigkeit des Sensors. Mit 30 Millisekunden sind wir quasi da in der Pole Position.“

Motorsport-Experte bestätigt Eignung für H2-Anwendungen

Mathieu Walter, H2-Technikexperte mit langjähriger Motorsporterfahrung, beauftragte und betreute die Tests vor Ort. „Das Umfeld in Le Mans bot uns die optimale Gelegenheit zur Erprobung, und die Tests verliefen erfolgreich. Die Messungen waren schnell und exakt – sie entsprachen damit genau dem, was wir suchen“, so Walter.

Das 2020 gegründete Unternehmen Archigas entwickelt Sensorlösungen insbesondere für Wärmeleitfähigkeit, Druck- und Durchflussmessung. Die Sensortechnologie hat sich seit der Erstpräsentation vor rund drei Jahren bereits in Elektrolyse, Brennstoffzellen und H2-in-Erdgas-Anwendungen bewährt.

2024 erhielt das Unternehmen den „Hermes Startup Award“ vom Bundesforschungsministerium. Minderheitsgesellschafterin ist die schweizerische Serto AG.

 

(Quelle: Archigas/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Lhyfe baut Produktion, Logistik und Kundennetz für grünen Wasserstoff aus
Lhyfe baut Produktion, Logistik und Kundennetz für grünen Wasserstoff aus

Das französische Unternehmen Lhyfe erweitert seine Position im europäischen Wasserstoffmarkt auf mehreren Ebenen. Der Wasserstoffproduzent hat mit dem Industriegasekonzern Messer einen zehnjährigen Liefervertrag abgeschlossen. Außerdem beteiligt sich das deutsche Unternehmen mit 30 Prozent an vier Wasserstoffproduktionsstandorten in Frankreich und Deutschland. Darüber hinaus versorgt Lhyfe aktuell eine mobile Wasserstofftankstelle, die sechs Brennstoffzellenbusse der Weser-Ems-Bus betankt. So können die H₂-Busse betrieben werden, bis die für 2026 geplante stationäre Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen wird. Parallel dazu wächst die Transportflotte des französischen Unternehmens auf 84 Wasserstoffcontainer.

mehr lesen
Münsterland: Querung des Dortmund-Ems-Kanals ebnet Weg für Kernnetz-Anbindung
Münsterland: Querung des Dortmund-Ems-Kanals ebnet Weg für Kernnetz-Anbindung

Thyssengas stellt für eine Wasserstoff-Pipeline im Münsterland eine 2009 unterbrochene Kanalquerung unter dem Dortmund-Ems-Kanal wieder her. Bei einer Baustellenbesichtigung haben sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 16. Juli über den Fortschritt der Arbeiten informiert. Insgesamt rüstet der Netzbetreiber eine 45 Kilometer lange ehemalige Mineralölleitung auf den Transport von Wasserstoff um.

mehr lesen

H2 Talk

„Wenn ein Wasserstoffbedarf besteht, ergibt sich der Rest von selbst“
„Gewünscht sind sichere, zuverlässige und unkomplizierte Lösungen“
„Wir sehen eine klare Entwicklung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“

Publikationen