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H2-Lkw-Initiative: Scania, Hyundai und Hyliko ersetzen Iveco und Shell

Das EU-geförderte Projekt H2Accelerate Trucks hat drei neue Partner gewonnen. Scania Pilot Partner, Hyundai Hydrogen Mobility Germany und Hyliko steigen ein, nachdem die Gründungsmitglieder die Iveco Group und Shell ausgestiegen sind. Die Initiative gilt als eines der größten europäischen Vorhaben für emissionsfreien Schwerlastverkehr mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. Bis 2026 sollen 125 Wasserstoff-Lkw in sechs europäischen Ländern eingesetzt werden.

von | 06.02.26

Die Volvo Group ist Kernpartner der Wasserstoff-Lkw-Initiative
© Volvo Group
Wasserstoff-Lkw-Initiative H2Accelerate Trucks: Scania, Hyundai und Hyliko ersetzen Iveco und Shell

Scania, Hyundai und Hyliko treten dem H2Accelerate Trucks-Projekt bei. An dem von der Clean Hydrogen Partnership geförderten Vorhaben beteiligen sich mehr als 20 europäische Lkw-Betreiber. Gemeinsam wollen sie den kommerziellen Einsatz wasserstoffbetriebener Schwerlast-Lkw vorantreiben und erhalten dafür rund 30 Millionen. Bis 2026 sollen 125 Wasserstoff-Lkw in sechs europäischen Ländern eingesetzt und unter vielfältigen, realen Bedingungen getestet werden.

Die drei neuen Partner sollen Expertise und Dynamik in das Vorhaben einbringen, nachdem die Iveco Group und Shell ihre Teilnahme beendet haben. Keines der beiden Unternehmen hat sich zu seinem Ausstieg aus dem H2Accelerate-Projekt geäußert. Der Ausstieg von Iveco und Shell spiegelt die größeren Herausforderungen wider, denen die Wasserstoffmobilität gegenübersteht. Shell hat seine Ambitionen im Bereich der Wasserstoffbetankung zurückgeschraubt, während Ivecos US-amerikanischer Partner für Brennstoffzellen-Lkw, Nikola, im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet hat.

Drei neue Partner verstärken das Konsortium

Scania will lernen, wie Wasserstoff zu einem nachhaltigen Transportsystem beitragen kann. Hyundai nutzt seine Erfahrungen mit dem XCIENT FCEV. Das Modell des Brennstoffzellen-Lkws hat in Europa bereits 18 Millionen Kilometer zurückgelegt. Hyliko will von Frankreich aus expandieren und ein europäisches Ökosystem aufbauen. Die Volvo Group bleibt Kernpartner und erhöht ihre Fahrzeugzahl deutlich.

Die Wasserstoff-Lkw sollen mit einer Tankfüllung mehr als 600 Kilometer zurücklegen können. Die Flotte umfasst 41- bis 44-Tonnen-Sattelzugmaschinen für Fernverkehr sowie starre Lkw für den regionalen Verteilerverkehr.

Jens Holtinger, CTO der Volvo Group, strebt 100 Prozent fossilfreie Lösungen bis 2040 an: „Emissionsfreie Schwerlast-Lkw mit Brennstoffzellenantrieb spielen eine wichtige Rolle bei der Erfüllung der kommenden CO₂-Vorschriften für 2035. Der Ausbau von Wasserstofflösungen und -infrastruktur ist notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit Europas zu stärken.“

Erweiterung des Tankstellennetzes

Die teilnehmenden Unternehmen des H2Accelerate Trucks-Projekts haben sich außerdem dazu verpflichtet, ein europäisches Wasserstoff-Tankstellennetz zu betreiben, das speziell für den Einsatz emissionsfreier Lkw konzipiert ist. So wollen sie die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des europäischen Wasserstoff-Tankstellennetzes erhöhen.

Die Tankstellen sollen über 1.000 Kilogramm Wasserstoff pro Tag abgeben können. Sie konzentrieren sich zunächst auf wichtige Produktionsregionen. Später folgt die Expansion entlang der TEN-T-Korridore.

TotalEnergies und Everfuel stellen ihre Infrastruktur für das Projekt bereit. TEAL Mobility, das Joint Venture von TotalEnergies und Air Liquide, verstärkt das Netzwerk zusätzlich. Das 2024 gegründete Unternehmen betreibt 15 Stationen in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Deutschland.

TEAL Mobility eröffnete 2025 sieben neue Stationen. Für 2026 plant das Unternehmen fünf weitere strategisch gelegene Standorte in Mulhouse, Duisburg, Antwerpen, Rotterdam und Berlin. Die Stationen sollen, wo möglich, grünen Wasserstoff aus Elektrolyseuren beziehen. Dieser soll die Anforderungen der RED II und RED III erfüllen, die durch Herkunftsnachweise belegt sein sollen.

 

(Quelle: H2Accelerate/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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