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Wasserstoff-Lkw: Voith gründet Joint-Venture mit Autozulieferer aus China

Maschinenbauer Voith will mit dem chinesischen Autozulieferer Weifu Wasserstoff-Lkw voranbringen. Dazu haben Unternehmensvertreter am Donnerstag (13. Juni) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Zudem haben die Partner zwei neue Joint Ventures ins Leben gerufen, von denen eines den Wachstumsmarkt China und das andere die restliche Welt abdecken soll.

von | 19.06.24

Wasserstoffspeichersystem auf einem Sattelschlepper
© Voith Group
Wasserstoff-Lkw

19. Juni 2024 | Maschinenbauer Voith will mit dem chinesischen Autozulieferer Weifu Wasserstoff-Lkw entwickeln. Dazu haben Unternehmensvertreter am Donnerstag (13. Juni) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Zudem haben die Partner zwei neue Joint Ventures ins Leben gerufen, von denen eines den Wachstumsmarkt China und das andere die restliche Welt abdecken soll.

Ziel der Unternehmen sei es, gemeinsam an „Forschung, Entwicklung, Produktion und Anwendung” von Systemen für Wasserstoff-Lkw zu arbeiten. Ein Joint Venture ist für den globalen Markt ausgelegt, Voith ist hier mit seiner im April gegründeten Tochter Voith HySTech GmbH Mehrheitseigentümer. Das zweite Joint-Venture soll den chinesischen Markt und wird mehrheitlich von Weifu geführt.

Toralf Haag, CEO Voith Group, sagte in einer Presseerklärung:  „Durch die Kooperation mit der Weifu Group können wir gemeinsam die großen Potenziale des Wasserstoffmarktes heben. Beide Unternehmen sind Vorreiter im Bereich Wasserstoff-betriebener Systeme für Mobilitätsanwendungen und ergänzen sich optimal.”

Der Abschluss der Kooperationsvereinbarung einschließlich der Gründung der beiden Gemeinschaftsunternehmen wird für das 4. Quartal 2024 erwartet und steht unter dem Vorbehalt, dass alle behördlichen Genehmigungen erteilt werden und weitere übliche Vollzugsbedingungen erfüllt sind.

Wachstumspotenzial auf dem (chinesischen) Markt

Die neue Zusammenarbeit soll nach Angaben der WirtschaftsWoche bis zu 500 Millionen Euro bis 2030 erwirtschaften. Voith bezeichnet Weifu  als „idealen” Partner, da einerseits über Know-how im Bereich Skalierung von Automotive-Anwendungen und Lieferketten mitbringe, und andererseits den wichtigen Zugang zum chinesischen Markt biete. Außerdem sei Weifu schon seit einigen Jahren im H2-Bereich aktiv.

An dem chinesischen Autozulieferer ist Bosch mit 16 % beteiligt. Der deutsche Industrie-Riese forscht seit Anfang 2022 mit Weifu an der Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen und hat laut Voith auch die neue Partnerschaft mit vorbereitet. Aufgrund der hohen Marktdynamik und des Investitionsbedarfs sehe Voith sie als „notwendigen” Schritt, um seine Entwicklungen im H2-Bereich zu forcieren. Anfang des Jahres hatte der Maschinenbauer aus Heidenheim neue Wasserstoffspeichertanks vom Typ IV präsentiert, die für den Schwerlastverkehr konzipiert sind.

Seit mehreren Jahren intensiviert Voith seine Aktivitäten im Wasserstoffsegment. Denn besonders im Schwerlastverkehr gelten Wasserstoff-betriebene Systeme als Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Der Technologiekonzern sieht hier nach eigenen Angaben „großes Wachstumspotenzial”. Im April 2024 hatte er mit der Voith HySTech GmbH hierfür ein Tochterunternehmen gegründet.

Wasserstoff-Lkw

vorne v.l.n.r.: Voith HySTech CEO Maximilian Giehr, Deputy General Manager von Weifu Liu Jinjun
hintere Reihe v.l.n.r.: Vice Chairman Weifu BoD Christoph Kirsch, Voith CFO Stephanie Holdt, Voith CEO Dr. Toralf Haag, Bürgermeister von Wuxi City Zhao Jianjun, Chairman des Wuxi IDG Board Yao Zhiyong, District Chief des Xinwu District Zhang Jinwei (© Voith)

(Quelle. Voith/2024)

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