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H2 von der Nordsee: 10-MW-Elektrolyseur für Offshore-Windpark

Die Produktion von grünem Wasserstoff rückt auf die Nordsee hinaus: Im 2010 eröffneten Windpark Alpha Ventus soll ein 10-Megawatt-Elektrolyseur entstehen, um die Machbarkeit der maritimen H2-Erzeugung zu demonstrieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die NorthH2 Projektgesellschaft, die Deutsche Offshore-Testfeld- und Infrastruktur-GmbH (DOTI) und die Stiftung Offshore Windenergie diese Woche unterzeichnet.

von | 28.11.24

Deutschlands erster Offshore-Windpark alpha ventus wurde am 27.04.2010 eingeweiht
© benoitgrasser - stock.adobe.com
Nordsee

Der geplante Demonstrator werde die bestehende Infrastruktur des Offshore-Windparks nutzen, teilte die Stiftung Offshore Windenergie am Montag (26. November) mit. Konkret soll auf dem Fundament eines ehemaligen Windanlagen-Prototypen ein PEM-Elektrolyseur mit 10 Megawatt Kapazität installiert werden. Die technische Besonderheit: Das System nutzt die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme für die Entsalzung des verwendeten Meerwassers. Der erzeugte Wasserstoff soll dann zunächst gespeichert und bei Windflauten wieder in Strom umgewandelt werden.

Der Demonstrator sei ein „entscheidender Schritt, um die Produktion von grünem Wasserstoff direkt auf See zu ermöglichen“, erklärte Andreas Wellbrock, Geschäftsführer der NorthH2. Die Offshore-Produktion von Wasserstoff könne deren Effizienz und Nachhaltigkeit „erheblich“ steigern und gleichzeitig die „Herausforderungen der Netzanbindungsproblematik“ umgehen. Eine Studie des AquaVentus-Fördervereins war im September zu dem Schluss gekommen, dass die maritime Wasserstoffproduktion gegenüber der Onshore-Erzeugung mehrere Milliarden Euro einsparen könnte.

Wasserstoff von der Nordsee

Als Teil der „Northsea Hydrogen“-Projektpipeline soll das Vorhaben als Testplattform für Industrie und Forschung dienen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erprobung von Komponenten unter den anspruchsvollen Bedingungen der Nordsee. „Hier sollte man erstmal mit kühlem Kopf austesten, wie sich die Bedingungen auf die Technologiekomponenten und die Wartungsbedarfe auswirken“, betonte Karina Würtz, Geschäftsführerin der Stiftung Offshore Windenergie.

Für eine direkte Offshore-Verladung per Schiff seien die erwarteten Produktionsmengen des Demonstrators zu gering. Daher könnte der Demonstrator perspektivisch an die als Teil des Kernnetzes geplante Wasserstoff-Pipeline „AquaDuctus“ angeschlossen werden. Diese soll künftig offshore-produzierten Wasserstoff ans Festland transportieren.

Die Bremerhavener NorthH2 Projektgesellschaft ist auf die Entwicklung von Offshore-Wasserstoffprojekten spezialisiert – gebündelt sind die Aktivitäten in der sogenannten „Northsea Hydrogen“-Projektpipeline. Betriebspartner DOTI bringt 15 Jahre Erfahrung aus dem Betrieb von Deutschlands erstem Offshore-Windpark Alpha Ventus ein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen den Weg für kommerzielle Offshore-Elektrolyseure und eine entsprechende Regulatorik ebnen. In einem noch größeren Rahmen wird die Offshore-Produktion von Wasserstoff im Leitprojekt der Bundesregierung H2Mare untersucht.

 

(Quelle: Stiftung Offshore Wasserstoff/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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