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Wasserstoff-zu-Methanol: BASF forscht an neuem Verfahren

BASF-Tochter BASF process catalysts hat eine Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Envision Energy bekanntgegeben. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens für die Umwandlung von grünem Wasserstoff und CO2 in E-Methanol.

von | 30.01.24

Steamcracker im BASF-Werk Ludwigshafen
© BASF SE
Methanol

30. Januar 2024 | BASF hat eine Kooperation seiner Tochter BASF Process Catalysts GmbH mit dem chinesischen Unternehmen Envision Energy bekanntgegeben. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Umwandlung von grünem Wasserstoff und CO2 zu E-Methanol. Einen ersten Demonstrator wollen die Unternehmen 2025 im chinesischen Chifeng installieren.

Im Rahmen der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Gewinnung von E-Methanol will Chemiekonzern BASF seine Katalysatortechnologie SYNSPIRETM zur Verfügung stellen. Envision Energy werde wiederum ein Prozessdesign enwickeln und in seine Energiemanagementsysteme integrieren. Die beiden Unternehmen wollen die Machbarkeit des Verfahrens im nächsten Jahr an einem Standort von Envision Energy im chinesischen Chifeng demonstrieren.

Der BASF-Katalysator ermögliche eine besonders effiziente Umwandlung von Wasserstoff und CO2 zu E-Methanol. BASF spricht von einem technologischen „Durchbruch“. Das von dem chinesischen Kooperationspartner entwickelte Prozesspaket soll dabei helfen, den Wirkungsgrad des Katalysators zu maximieren und die Methanolsynthese so zu dynamisieren, die sich nach den Betriebszeiten von Windkraftanlagen richte. Hierbei setze Envision Energy eine AIoT-Plattform ein, die den Betrieb der Chemieanlage optimiere.

Kraftstoff der Zukunft?

Methanol (bzw. E-Methanol, wenn die Herstellung unter Nutzung erneuerbarer Energien erfolgt) gilt als vielseitiger Kraftstoff, der fossile Alternativen wie Benzin und Kerosin ersetzen kann. Auch für den Betrieb von Schiffen lässt er sich einsetzen. Als Vorteil des e-Fuels gibt BASF an, dass es nicht nur ohne Anpassungen der Infrastruktur einsetzbar sei, sondern dank seiner chemischen Stabilität auch bei Raumtemperatur und Umgebungsdruck gelagert werden könne. Damit sei seine Haltbarkeit quasi unbegrenzt.

Zudem kann seine Produktion durch die Wiederverwertung von CO2 – zum Beispiel aus Direct-Air-Capture-Verfahren – negative Emissionen erzeugen. Daher sind aktuell zahlreiche Forschungsprojekte mit der Erforschung effizienter Syntheseverfahren beschäftigt. Im sächsischen Chemiepark Leuna hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing im November 2023 die Pilotanlage des Projekts „Leuna100“ eingeweiht. Nach Angaben des verantwortlichen Forschungskonsortiums ist es die weltweit erste Anlage zur kosteneffizienten grünen Methanolproduktion.

 

(Quelle: BASF/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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