Das deutsche Unternehmen Hy2gen erhält für sein Projekt Albatros eine Förderung der Europäischen Wasserstoffbank. Die Anlage soll im dänischen Kassø errichtet werden. Die Stadt liegt in der Gemeinde Aabenraa, einem Standort für erneuerbare Energien in Dänemark.
Das Projekt umfasst einen Elektrolyseur mit 100 MW Leistung, der jährlich rund 14.400 Tonnen RFNBO-zertifizierten Wasserstoff produzieren soll. Nach Unternehmensangaben sollen dadurch jährlich zwischen 130.000 und 145.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Das Projekt Albatros soll den Wasserstoff über den geplanten Danish-German Hydrogen Backbone nach Deutschland liefern. Diese Pipeline verbindet Produktionsstandorte in Dänemark mit dem deutschen und europäischen Wasserstoffmarkt.
Die Pipeline-Anbindung soll die Energieunabhängigkeit Europas stärken, in dem sie die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern verringert. Deutsche Industriekunden erhalten über diese Route Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff, um die RFNBO-Quoten nach der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) zu erfüllen.
Bau beginnt 2028
Die Europäische Wasserstoffbank vergibt die Förderung über ein Auktionsverfahren. Bieter reichen dabei den Betrag ein, den sie pro Kilogramm Wasserstoff benötigen, um ihr Projekt wirtschaftlich zu betreiben. Albatros erhielt den Zuschlag mit einem Gebot von 0,97 Euro pro Kilogramm.
Das Unternehmen erhält für die ersten zehn Betriebsjahre eine Förderzusage von 139,8 Millionen Euro. Der Fördersatz zählt zu den niedrigsten der aktuellen Auktionsrunde. Die Förderung soll die Kostendifferenz zwischen erneuerbarem und konventionell produziertem Wasserstoff verringern.
In den kommenden Monaten will Hy2gen die technische Planung und das Genehmigungsverfahren vorantreiben. Das Unternehmen führt zudem den Dialog mit der Gemeinde und lokalen Akteuren in Dänemark fort. Der Bau der Anlage soll 2028 starten, der Betrieb dann 2031.









