Im ostfriesischen Moormerland ist der Bau der Wasserstoffpipeline „H₂Coastlink 1″ gestartet. Bauherrin ist die GTG Nord. Die Planung und den Bau übernimmt EWE NETZ im Auftrag der GTG Nord. Beide Unternehmen gehören zum EWE-Konzern.
Dem Baustart ging ein Genehmigungsverfahren von fünf Monaten voraus. Zwischen Einreichung der Planfeststellungsunterlagen und dem Planfeststellungsbeschluss lagen fünf Monate.
Elektrolyseur in Emden erhält Anschluss ans Kernnetz
Die Leitung soll einen 320-MW-Elektrolyseur in Emden an das Wasserstoff-Kernnetz anbinden. Über die Trasse sollen künftig rund 26.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr aus dem Elektrolyseur transportiert werden. Die Transportkapazität der Wasserstoffpipeline liegt bei über 70.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr.
An die Leitung sollen weitere Bausteine der Wasserstoffinfrastruktur angebunden werden. Dazu zählen das Projekt HyperLink von Gasunie Deutschland und der von OGE geplante Nordsee-Ruhr-Link IV.
Die Landkreisverwaltung Leer verhandelt mit EWE über mögliche Abzweigungen entlang der Trasse. Ziel ist der Anschluss regionaler Unternehmen an die Wasserstoffversorgung.
Der Energieversorger und die Salzgitter AG haben einen Liefervertrag geschlossen. Ab 2030 soll grüner Wasserstoff aus Emden an die Stahlproduktion in Salzgitter gehen. Der Vertrag zeigt die Nachfrage aus der Industrie nach Wasserstoff-Transportkapazitäten.
Förderung über IPCEI-Programm
„H₂Coastlink 1″ ist Teil des Projekts „Clean Hydrogen Coastline“ und wird im Rahmen des IPCEI-Wasserstoffprogramms durch die Bundesregierung und das Land Niedersachsen gefördert. Die Europäische Kommission hatte die beihilferechtliche Genehmigung für die deutschen IPCEI-Wasserstoffprojekte im Februar 2024 erteilt. Das Projekt soll den Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft im Nordwesten Deutschlands unterstützen.










