Wasserstoffspeicher Gronau-Epe: RWE schreibt letzte 30 % Kapazität aus

RWE Gas Storage West hat die Vermarktung der letzten 30 Prozent Speicherkapazität im ersten kommerziellen Wasserstoffspeicher Deutschlands gestartet. Die gestern (16. Juni) eröffnete Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, die ab Januar 2028 Wasserstoff in Gronau-Epe einlagern möchten. Bereits 70 Prozent der Gesamtkapazität sind nach Angaben der RWE-Tochter bereits vermarktet.

von | 17.06.25

Gasleitungen an einem Gasspeicher
© Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Gronau

Die RWE Gas Storage West GmbH (RGSW) hat gestern (16. Juni) eine verbindliche Ausschreibung für die letzten freien Speicherkapazitäten im Wasserstoffspeicher Gronau-Epe gestartet. Die Kapazitäten stehen ab dem 1. Januar 2028 zur Verfügung. Nach Angaben der RGSW sind bereits 70 Prozent des zur Verfügung stehenden Speichervolumens reserviert.

Der Speicher befindet sich derzeit im Bau, Mitte 2026 soll die Befüllung der ersten Kaverne beginnen. Parallel bereitet RWE am Standort in Gronau eine zweite Kaverne durch Wasserstoff-Soleförderung für die spätere Nutzung vor. Der Start des kommerziellen Betriebs ist für den 1. Juli 2027 geplant.

Speicher Gronau startet als erster H2-Speicher Deutschlands

Die vollständige Anlage soll laut RWSG über zwei Kavernen mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 38 Millionen Kubikmetern sowie einer Ein- und Ausspeicherleistung von 50.000 Kubikmetern pro Stunde. Die ausgeschriebenen 30 Prozent der Speicherkapazität seien dabei technisch bedingt erst ab 2028 verfügbar.

Das Projekt auf dem RWE-Betriebsgelände am Kottiger Hook ist seit April 2022 in der Entwicklung. Die Planfeststellungsunterlagen hatte RWE im März 2023 bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Ursprünglich war nur eine Kaverne geplant – im Oktober 2022 erweiterte RWE das Vorhaben auf zwei Kavernen.

Marktabfrage bildet Grundlage für Ausschreibung

Eine im Frühjahr 2025 durchgeführte Marktabfrage zu den Bedarfen potenzieller Kunden bildete die Grundlage für die aktuelle Ausschreibung. RGSW hatte dabei die Nachfrage nach Wasserstoffspeicherkapazitäten bei Industrieunternehmen ermittelt.

Für RWE kommt der Speicherinfrastruktur beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eine „wesentliche Rolle“ zu. Speicher würden helfen, „die schwankende Wasserstofferzeugung aus Wind und Sonne zu puffern“, damit Wasserstoff „bedarfsgerecht für industrielle Abnehmer bereitgestellt werden“ kann.

Weitere Informationen zu RWEs Wasserstoffspeicher finden Sie hier.

 

(Quelle: RWE Gas Storage West/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven startet in die nächste Entwicklungsphase
Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven startet in die nächste Entwicklungsphase

Uniper SE hat die erste Phase der Open Season für das geplante Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven abgeschlossen. Im Rahmen der Expression-of-Interest-Phase (EoI) konnten sich Interessenten für die Kapazitätsvergabe anmelden. Nun liegen nach Angaben des Energieversorgungsunternehmens ausreichend Kapazitätsreservierungen vor, um die zweite Phase des Projekts zu beginnen. Das Terminal soll künftig Ammoniak importieren und per Cracker-Technologie Wasserstoff in das deutsche Kernnetz einspeisen.

mehr lesen
HIF Global stellt e-Fuels für Oldtimerrennen bereit
HIF Global stellt e-Fuels für Oldtimerrennen bereit

Das Unternehmen für Elektrotreibstoffe Highly Innovative Fuels Global (HIF Global) stellt beim Schweizer Oldtimerrennen Arosa ClassicCar erneut e-Fuels bereit. Rund 180 Fahrerinnen und Fahrer können die 7,3 Kilometer lange Bergstrecke somit kostenlos und ausschließlich mit synthetischem Kraftstoff fahren. Das Unternehmen will damit die Leistungsfähigkeit von e-Fuels unter realen Bedingungen demonstrieren.

mehr lesen
Konsortium plant Wasserstoff-Ökosystem für den Schwerlastverkehr
Konsortium plant Wasserstoff-Ökosystem für den Schwerlastverkehr

Unternehmen aus Transport, Energie und Industrie wollen gemeinsam ein Wasserstoff-Ökosystem für den schweren Straßengüterverkehr aufbauen. Das hat das Konsortium am 3. September angekündigt. Weitere Details sollen am 15. September auf der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation 2026 in Hannover vorgestellt werden.

mehr lesen

H2 Talk

„Der Mittelstand ist das Kraftwerk unserer Wirtschaft"
„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Das Engagement hat riesige Fortschritte für die Elektrolysetechnologie gebracht“

Publikationen

Gasqualitäten im veränderten Energiemarkt

Gasqualitäten im veränderten Energiemarkt

Erscheinungsjahr: 2020

Das Werk umfasst eine Sammlung praxisorientierter Fachbeiträge aus den Zeitschriften gwf Gas + Energie, PROZESSWÄRME und „gwi – gaswärme international“, die den Lesern einen Überblick über die Neuerungen, die sich für Gasanwender und -versorger aus ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt

Wasserstoffeinspeicherung mit  bestehenden Erdgasverdichtern

Wasserstoffeinspeicherung mit bestehenden Erdgasverdichtern

Autor: Johann Lenz und Patrick Tetenbor

Zur Verdichtung von Wasserstoff mit bestehenden Erdgasverdichtern wird sich aufgrund verschiedener Parameter eine neue Ära der Kolbenverdichter entwickeln. Um aus schwingungstechnischer Sicht weiterhin einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, sind ...

Zum Produkt

Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: