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Wasserstoffzüge in Brandenburg: Apex Group erhält Zuschlag für H2-Tankstelle

Die Apex Group errichtet eine Wasserstoff-Zugtankstelle für die Heidekrautbahn in Brandenburg. Sie soll künftig mit wasserstoffbetriebenen Zügen im Norden Berlins in den Landkreisen Oberhavel und Barnim verkehren. Es soll ausschließlich grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen.

von | 09.05.23

Der Mireo Plus H von Siemens Energy soll ab 2024 als Linie RB27, auch bekannt als Heidekrautbahn, durch das nördliche Brandenburg fahren
(Quelle: NEB/Siemens Energy)

09. Mai 2023 | Die Apex Group errichtet eine Wasserstoff-Zugtankstelle für die Heidekrautbahn in Brandenburg. Sie soll künftig mit wasserstoffbetriebenen Zügen im Norden Berlins in den Landkreisen Oberhavel und Barnim verkehren. Es soll ausschließlich grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen.

Auftraggeber ist die Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH („BEBG“) aus Brandenburg. Apex fungiert laut einer aktuellen Pressemitteilung bei dem Projekt als Generalunternehmerin. Dabei übernimmt das Unternehmen aus Rostock-Laage übernimmt die Planung der Elektro-, Leit- und Genehmigungstechnik sowie die Betreuung der Montageausführung der Tankstelleninstallation und die Inbetriebnahme samt Schulung des Personals.

Planmäßige Abfahrt: Dezember 2024

Als Standort ist ein Bereich der ehemaligen Bekohlungsanlagen am Gelände der Niederbarnimer Eisenbahn („NEB“) vorgesehen. Der Bau der Tankstelle soll von Mai bis August 2024, der Probebetrieb und die Zulassung zwischen September und Dezember 2024 erfolgen.

Der Zugverkehr soll planmäßig im Dezember 2024 auf der Linie RB 27 beginnen. Die NEB werde zum Zeitpunkt des Fahrplanwechsels im Dezember 2024 bis zu sieben Züge täglich betanken.

Peter Rößner, CEO von APEX, sagte:

„Die Heidekrautbahn wird zu den ersten wasserstoffbetriebenen Bahnstrecken Deutschlands zählen. Ein solches Vorhaben zeichnet sich durch eine hohe interdisziplinäre Komplexität aus und stellt vor dem Hintergrund der Verfügbarkeitsanforderungen an den Zugbetrieb besondere Anforderungen an die technischen Lösungen für die Wasserstoffinfrastruktur.

 

Dazu zählen unter anderem spezielle Zeitfenster, die für die Betankung genutzt werden müssen. Als Experte für die Planung solcher Anlagen freuen wir uns, dieses Projekt gemeinsam mit den Projektpartnern anzugehen.“

Bau und Betrieb der Tankstelle führt die Auftraggeberin BEBG selbst durch, die NEB will die Wasserstoff-Triebzüge erwerben und auf ihrem Streckennetz betreiben. Das Energieunternehmen Enertrag soll die Erzeugung und Lieferung des grünen Wasserstoffs verantworten.

APEX erwartet 7 Mio. € Umsatz

Aus dem Projekt ergeben sich laut Apex in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 bis zu 6,9 Mio. € Umsatz. Auf die Umsatzprognose von mindestens 15 Mio. € für das Geschäftsjahr 2023 habe das Projekt keine Auswirkung, da die Umsätze überwiegend im Geschäftsjahr 2024 erzielt werden.

Apex hat bereits die erste Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr in Mecklenburg-Vorpommern errichtet, die das Unternehmen seit Oktober 2022 betreibt. Die Tankstelle am Flughafen Rostock-Laage liegt in unmittelbarer Nähe zur A19 und zum Autobahnkreuz A20 und ermöglicht die Betankung von LKW, Bussen und PKW mit täglich bis zu 450 kg grünem Wasserstoff, den die Rostocker selbst produzieren.

 

(Quelle: Apex Group/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Der Mireo Plus H von Siemens Energy soll ab 2024 als Linie RB27, auch bekannt als Heidekrautbahn, durch das nördliche Brandenburg fahren (Quelle: NEB/Siemens Energy)

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