Das Projekt „WhiskHy“ wurde vom britischen Department for Energy Security & Net Zero im Rahmen der „Green Distilleries Competition“ unterstützt. Für den Wettbewerb steht eine Förderung von 2,94 Millionen Pfund aus dem 1 Milliarde Pfund schweren „Net Zero Innovation Portfolio“ der britischen Regierung zur Verfügung. Ziel ist es, Innovationen zur Dekarbonisierung des Brennereisektors zu unterstützen.
Produktqualität bleibt erhalten
Im Rahmen des Projekts konnte nach Unternehmensangaben erstmals die Herstellung von Whisky mittels Wasserstoffdestillation umgesetzt werden. Vorherige Versuche in der „Yamazaki“-Destillerie von Suntory Global Spirits in Japan hatten gezeigt, dass Wasserstoff Erdgas als Brennstoff für die direkte Destillation ersetzen kann.
Im „WhiskHy“-Projekt konnte außerdem festgestellt werden, dass bei einem Wasserstoff-Verfahren die Produktqualität erhalten bleibe. Denn: Einer ersten Bewertung zufolge gebe es keinen nennenswerten Unterschied in der Whiskyqualität.
Skalierung auf Mehrzellensystem
Darüber hinaus war die Skalierung der Technologie von Supercritical Solutions vom Labormaßstab auf ein Mehrzellensystem möglich. Der Elektrolyseur konnte somit von einer Laborstudie in den industriellen Einsatz überführt werden.
Der Demonstrator Teesside 1 habe 2024 einen Technologiereifegrad von 5 erreicht. Dieser Wert entspreche 95 Prozent der Leistung des Vergleichsmodells im Betrieb.
Untersuchung von Reifung und Qualität
„Es mag zwar noch einige Zeit dauern, bis wir ein Glas mit Wasserstoff produzierten Whisky genießen können, aber diese Weltneuheit beweist, wie die Getränkeindustrie Emissionen reduzieren, gleichzeitig den Genuss steigern und das Wirtschaftswachstum ankurbeln kann“, sagt der britische Energieminister Michael Shanks.
Der Whisky lagere derzeit in der schottischen Brennerei „Glen Garioch“ von Suntory Global Spirits. Dort sollen sowohl Reifung als auch Qualität dokumentiert werden.







