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Wien: 3-MW-Elektrolyseur nimmt Betrieb auf

Die Wiener Stadtwerke wollen grünen Wasserstoff für die Verkehrsinfrastruktur, die Strom- und Wärmeversorgung der österreichischen Hauptstadt nutzen. Dafür soll die niedersächsische Fest GmbH einen 3-MW-Elektrolyseur in Wien errichten. 

von | 12.04.24

Die 3-MW-Elektrolyseanlage von Fest passt in zwei 40-Fuß Container
© FEST GmbH
Fest

12. April 2024 | Wien Energie und die Wiener Netze haben den ersten Elektrolyseur der österreichischen Hauptstadt in Betrieb genommen. Er soll grünen Wasserstoff für den Verkehr und Energieversorgung der Stadt produzieren. Gebaut wurde die 3-MW-Anlage von der Fest GmbH aus dem niedersächsischen Goslar.

Grüner Wasserstoff für Wien FEST GmbH

Das Projekt-Team (© Fest GmbH)

Am Mittwoch (10.04.) hat Wien Energie den containerbasierten PEM-Elektrolyseur am Ende 2022 eingeweihten Standort Simmering erstmals hochgefahren. Nach Angaben des Herstellers kann der Elektrolyseur mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 70 % täglich etwa 1.300 kg Wasserstoff produzieren.

Auftraggeberin war die Wiener Wasserstoff GmbH, die jüngste Tochter der Wiener-Stadtwerke-Gruppe. Darüber hinaus gehören ihr Wien Energie, Wiener Netze sowie die Wiener Linien an. Alle drei Unternehmen sollen den grünen Wasserstoff aus Simmering nutzen können. Die Investitionskosten lagen nach Angaben der Stadtwerke bei 10 Mio. Euro.

Energieversorger Wien Energie will das Gas im eigenen Kraftwerkspark nutzen und Industriepartnern zur Verfügung stellen. Seit Juli 2023 führt das Unternehmen im Wiener Donaukraftwerk Wasserstofftests an einer KWK-Anlage durch.

Elektrolyse-Container mit hohem Vorfertigungsgrad

Die Wasserstofferzeugung im „Green Electrolyzer“ der Fest GmbH läuft in Stacks ab, die gestapelt und elektrisch in Reihe geschaltet werden. Insgesamt drei Stacks bilden neben einer Reinstwasser- und Gasaufbereitung das Herzstück der Anlage in Simmering.

Bis auf den Rückkühler und die Kälteanlage würden alle prozesstechnisch notwendigen Komponenten und Bauteile des „Green Electrolyzers“ in zwei 40-Fuß Containern verbaut. So entstehe ein hoher Vorfertigungsgrad, der die Montagezeit vor Ort „auf ein Minimum“ reduziere.

 „Baustein für ein klimaneutrales Wien“

Der hier gewonnene Wasserstoff soll auch im ÖPNV eingesetzt werden. Dafür wollen die Stadtwerke den Energieträger an eine Wasserstofftankstelle von Maximator Hydrogen liefern. Das Unternehmen aus dem thüringischen Nordhausen gehört wie Fest zur Schmidt-Kranz-Gruppe.

In der H2-Tankstelle diene der Wassertoff vorrangig zur Betankung von Bussen und Lkw. Erst im vergangenen Monat hatten die Wiener Linien eine Bestellung über 10 weitere Wasserstoffbusse beim portugiesischen Hersteller CaetanoBus gemeldet. Projektleiter Michael Schwind erklärte, nach der ersten Wasserstofftankstelle in Leopoldau 2021 sei die Errichtung der Elektrolyse „ein weiterer wichtiger Baustein für ein klimaneutrales Wien“.

(Quelle: Fest GmbH/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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