H2!Raum Mittelstand Ruhr 2030: Rückenwind für Transfer in Sachen Wasserstoff

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt zum Transfer von Wasserstoffinnovationen »H2!Raum Mittelstand Ruhr 2030« bis 2031 mit rund 16 Millionen Euro.

von | 15.11.22

15. November 2022 | Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt zum Transfer von Wasserstoffinnovationen »H2!Raum Mittelstand Ruhr 2030« bis 2031 mit rund 16 Millionen Euro.

Von den 12 geförderten Projekten des bundesweiten Förderprogramms »T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen« ist der Zusammenschluss von Westfälischer Hochschule und der Fraunhofer IEG das einzige in NRW.

Ziel von »T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen« ist es, durch die Arbeit von Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen langfristig zukunftsweisende Innovationen zu fördern und den Strukturwandel voranzutreiben. Bislang erhielt das Programm mehr als 100 Einsendungen.

Als einziges Konsortium in NRW haben die Westfälische Hochschule und das Fraunhofer IEG eine Zusage für eine Förderung von rund 16 Millionen Euro über neun Jahre erhalten. Dies soll den Transfer ihrer Forschungsarbeit zum Thema Wasserstoff fördern.

Wasserstoff im Kontext von Energiewende und Strukturwandel

Ein besonderer Fokus liegt beim »H2!Raum Mittelstand Ruhr 2030« darauf, die Innovationen aus der Wasserstoff-Forschung an die Bedarfe mittelständischer Unternehmen in Strukturwandelgebieten, wie etwa dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, anzupassen. So sollen das wirtschaftliche Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt werden. Darüber hinaus kann nun durch den »H2!Raum« ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet werden.

»Wasserstoff wird im zukünftigen Energiemix eine wichtige Rolle spielen, denn er kann der Industrie hohe Prozesstemperaturen liefern und als netzdienlicher Speicher erneuerbaren Strom puffern«, unterstreicht Professor Rolf Bracke, Leiter des Fraunhofer IEG.

 

»Wir freuen uns mit starken Partnern in der Region diese Zukunftstechnologie in die Anwendung zu bringen.«

Professor Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Transfer und Direktor des Westfälischen Energieinstituts an der Westfälischen Hochschule:

»Durch die Förderung besteht nun die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse im Bereich Wasserstoff gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern für die Unternehmen der Region nutzbar zu machen und so nachhaltige Veränderungen in der Region einzuleiten.«

Die Westfälische Hochschule forscht bereits seit über 20 Jahren im Bereich der Wasserstofftechnologie und ist Partner regionaler und überregionaler Initiativen. Das Fraunhofer IEG ist eines der Kerninstitute der Fraunhofer-Gesellschaft im Bereich der industrienahen Wasserstoff-Forschung. Ein Schwerpunkt liegt bei den Transportinfrastrukturen und Speicherpotenzialen.

 

(Fraunhofer IEG/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

PEM-Hochdruckelektrolyseur an der Westfälischen Hochschule, der dazu benötigt wird, um Wasserstoff in ein bestehendes Erdgas-Netz unter gleichen Druckbedingungen einzuspeisen (Quelle: Westfälische Hochschule)

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