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Hochschule RheinMain bestätigt Feuchtigkeitresistenz von H2-Sensor

Das hessische Start-up Archigas hat einen Sensor entwickelt, der auch in einem feuchtem Umfeld Daten messen und übertragen kann. Die Feuchtigkeitresistenz des Sensors wurde nun im Wasserstofflabor der Hochschule Rhein-Main bestätigt.

von | 26.09.23

Produktion, Nutzung und Speicherung von Wasserstoff erfordern eine zuverlässige Gasanalyse. Hier wird die Feuchtigkeitsresistenz eines H2-Sensors durch die Benetzung mit Wasser überprüft
Archigas
Archigas

26. September 2023 | Das hessische Start-up Archigas hat einen Sensor entwickelt, der auch in einem feuchtem Umfeld Daten messen und übertragen kann. Die Feuchtigkeitresistenz des Sensors wurde nun im Wasserstofflabor der Hochschule Rhein-Main bestätigt.

In mehreren Tests konnte die Firma Archigas aus Rüsselsheim am Main nach eigenen Angaben belegen, dass ihre Wasserstoffensoren auch bei Kontakt mit Kondenswasser zuverlässige Ergebnisse liefern. Dies sei ein technologischer Fortschritt, da normalerweise auch geringe Feuchtigkeitsspuren die Funktionsfähigkeit von Systemen zur Gasmessung stark einschränkten.

Möglich werde die Resistenz durch das Konstruktionsdesign des Messmoduls, das einem Kontakt von Kondensat mit der eigentlichen Sensorik entgegenwirke.

“Wir haben den Sensor einem ultimativen Härtetest unterzogen und ihn in ein mit Wasser befülltes Laborbehältnis getaucht. Selbst unter diesen Bedingungen sendete er weiter Daten. Wir haben nur geringe Abweichungen festgestellt, die sich in einem so minmalen Rahmen bewegten, dass sie keinerlei relevante Auswirkung auf die praktische Nutzung haben”, so die Entwickler Illya Kaufman und Wladimir Barskyi in einer Pressemeldung.

Feuchtigkeitsresistente Wasserstoffsensorik

Die Sensoren des 2020 gegründeten Start-ups sind seit Anfang des Jahres auf dem Markt. Sie basieren auf dem Wärmeleitfähigkeitsmessprinzip (WLD-Sensoren) und werden unter Nutzung der MEMS-Halbleiter-Technologie produziert. Dies soll eine kostengünstige Massenherstellung ohne Kalibrierung gewährleisten.

“Interessenten, die sich bei uns melden, berichten immer wieder von ihren früheren Problemen mit Nässe bei der Wasserstoffanalyse. Wir sahen im Anschluss auf Bildern und vor Ort schon die abenteuerlichsten Konstruktionen wie komplizierte Heiz- und Kühlsysteme zur Trockenhaltung ihrer bisherigen Messsysteme, oft äußerst diffizil, platzraubend und kostenintensiv.

 

Den Verantwortlichen trieben die konsequente Entwässerung und aufwändige Probenaufbereitung sinnbildlich den Schweiß auf die Stirn. Es freut uns also umso mehr, mit der hohen Feuchtigkeitsresistenz ein weiteres Argument für unsere einzigartige Messtechnologie liefern zu können.”

Weitere Informationen zum Unternehmen

 

(Quelle: Archigas/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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