INEC erhält 2 Millionen Euro Fördermittel

Gleich vier Mal darf sich das Institut für Industrial Ecology (INEC) an der Hochschule Pforzheim über Fördermittel freuen. Zusammengenommen zwei Millionen Euro erhält das INEC für vier Projekte: H2Chemie2050 – Ohne Umwege zum grünen Wasserstoff in der chemisch-pharmazeutischen Produktion bis 2050 IRMa – Integratives Ressourceneffizienz-Management für mittelständische Unternehmen der chemischen Industrie DfC-Industry – Design for […]

von | 04.02.22

© Corona Borealis - stock.adobe.com
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Grüner Wasserstoff

Gleich vier Mal darf sich das Institut für Industrial Ecology (INEC) an der Hochschule Pforzheim über Fördermittel freuen. Zusammengenommen zwei Millionen Euro erhält das INEC für vier Projekte:

  • H2Chemie2050 – Ohne Umwege zum grünen Wasserstoff in der chemisch-pharmazeutischen Produktion bis 2050
  • IRMa – Integratives Ressourceneffizienz-Management für mittelständische Unternehmen der chemischen Industrie
  • DfC-Industry – Design for Circularity – Operationalisierung in der industriellen Produktentwicklung
  • Kreislauf-E-Wende – Kreislauffähige Energiewende: Bilanzierung der Minderung von Treibhausgasen durch zukünftige Materialkreisläufe im Lebenszyklus energietechnischer Anlagen und Komponenten

Effizientester Weg vom grauen zum grünen Wasserstoff gesucht

Das Projekt „H2Chemie2050 – Ohne Umwege zum grünen Wasserstoff in der chemisch-pharmazeutischen Produktion bis 2050“ hat INEC zusammen mit der Firma Evonik Operations GmbH Rheinfelden beantragt. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsprogramm Wasserstoff“ des Landes Baden-Württemberg gefördert. Auf Basis realer Technik- und Prozessoptionen am Standort Rheinfelden sollen der optimale und effizienteste Weg vom „grauen“ hin zum „grünen“ Wasserstoff auf Basis von ökobilanziellen und techno-ökonomischen Bewertungen ermittelt werden. Das Projektvolumen für das INEC beträgt 700.000 Euro.

Zuvor hat das INEC bei dem Förderaufruf „Ressourceneffizienz im Kontext der Energiewende“ des Bundesforschungsministeriums einen Hattrick erzielt: Drei Anträge und drei Bewilligungen mit einem Gesamtvolumen für die Hochschule Pforzheim von über einer Million Euro.

Zufrieden zeigt sich der Leiter des INEC, Professor Dr. Mario Schmidt: „Die nun bewilligten Projekte sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung unseres Forschungsschwerpunktes. Wir schaffen damit eine ideale Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis sowie dem Transfer aktueller Erkenntnisse in unsere Studiengänge, wo wir junge Menschen auf die Themen der Nachhaltigkeit vorbereiten.“

Drei Projekte zur Ressourceneffizienz werden gefördert

Beim Projekt „IRMa – Integratives Ressourceneffizienz-Management für mittelständische Unternehmen der chemischen Industrie“ ist das Ziel die systematische Erschließung von Effizienzpotenzialen durch Rückführung von Energie- und Stoffströmen in den Produktionskreislauf. Dies soll insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen der chemischen Industrie durchgeführt werden.

Ziel des Forschungsvorhabens „DfC-Industry – Design for Circularity – Operationalisierung in der industriellen Produktentwicklung“ ist die Konzeption und Erprobung digitaler Lösungen für den Entwurf ressourceneffizienter industrieller Produkte für eine Circular Economy und die Energiewende. Das Vorhaben wird gemeinsam mit den Partnern Robert Bosch GmbH, ipoint systems gmbh in Reutlingen und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH durchgeführt.

Beim dritten BMBF-geförderten Projekt „Kreislauf-E-Wende – Kreislauffähige Energiewende: Bilanzierung der Minderung von Treibhausgasen durch zukünftige Materialkreisläufe im Lebenszyklus energietechnischer Anlagen und Komponenten“ werden methodische Bausteine für die zukunftsorientierte ökologische Bilanzierung von Materialien in energietechnischen Komponenten und Anlagen entwickelt. Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. in München und der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG durchgeführt.

Strategie der Kreislaufwirtschaft auf Klimaszenarien abbilden

Großen Erfolg hatte auch ein internationales Konsortium unter Beteiligung des INEC bei einem EU-Förderaufruf zu „Climate sciences and responses“ mit dem Antrag „CircoMod – Circular Economy Modelling for Climate Change Mitigation“. Das Projekt bringt ein einzigartiges Konsortium führender Forschungsteams aus verschiedenen Disziplinen zusammen, darunter industrielle Ökologie und Materialflussmodellierung, prozessorientierte integrierte Bewertungsmodellierung und makroökonomische Modellierung. Es zielt auf einen Durchbruch bei der Integration von CE- und GHG durch die Entwicklung eines analytischen Rahmens, der Strategien der Kreislaufwirtschaft auf bestehende einflussreiche Klimaszenarien abbildet.

 

(Quelle: INEC)

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