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Kooperation von EU und Schweiz: “FLEX4H2” entwickelt Turbinenbetrieb mit flexiblem H2-Anteil

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Autor: Magnus Schwarz

16. Februar 2023 | Das von der EU und der Schweiz finanzierte Projekt FLEX4H2 – Flexibility for Hydrogen – hat offiziell am 1. Januar 2023 seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist die Entwicklung eines Verbrennungssystems für Wasserstoff.

Das Projekt steht unter der Leitung des Italienisch-Schweizerischen Energietechnikunternehmens Ansaldo Energie. Die notwendigen Fördermittel stammen sowohl vom EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm Horizon Europe als auch vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung. FLEX4H2 hat ein Gesamtbudget von rund 8,7 Mio. € und soll insgesamt vier Jahre, also bis Dezember 2026 laufen.

Hauptziel des Projekts ist die Konzeption, Entwicklung und Validierung eines brennstoffflexiblen Verbrennungssystems, das mit jeder beliebigen Wasserstoffkonzentration bis hin zu 100 % H2 betrieben werden kann. Entscheidend ist, dass dieses Ziel unter den schwierigsten Verbrennungsbedingungen verfolgt wird, d. h. bei Betriebstemperaturen der Klasse H. Diese sind für die höchste Zykluseffizienz erforderlich. Dennoch sollen die Emissionsziele ohne Verwendung von Verdünnungsmitteln eingehalten werden.

Die Konstruktion der Brennkammer wird auf der Constant Pressure Sequential Combustion-Technologie (CPSC) von Ansaldo Energia basieren und schrittweise unter vollen Gasturbinenbetriebsbedingungen demonstriert werden.

Dekarbonisierung von Gasturbinenanlagen

“Die Dekarbonisierung von Gasturbinenanlagen ist ein grundlegender Bestandteil der Energiewende. Ein einziges Triebwerk, das mit dem neuartigen FLEX4H2-Verbrennungssystem ausgestattet ist, hat das Potenzial, bis zu 2.000.000 t CO2-Emissionen pro Jahr zu vermeiden und gleichzeitig genug saubere Energie zu liefern, um bis zu 500.000 Haushalte zu versorgen”, erklärte Federico Bonzani, Director Product and Technology bei Ansaldo Energia.

Das neue, verbesserte Brennkammerdesign kann vollständig in bestehende Gasturbinen nachgerüstet werden und bietet somit erhebliche Möglichkeiten für die Modernisierung bestehender Anlagen. Darüber hinaus wird FLEX4H2 glaubwürdige Wege für eine umfassende Nutzung der Projektergebnisse aufzeigen und (dadurch) die Grundlage für einen soliden Beitrag zum EU Green Deal zur Dekarbonisierung des Stromsektors bis 2030 und darüber hinaus schaffen.

FLEX4H2 ist Teil der Bestrebungen rund um die europäischen Klimaziele im Rahmen des Ende 2019 vorgestellten “European Green Deal”.

Offizielles Projektlogo (Quelle: FLEX4H2)

 

Das FLEX4H2-Konsortium

Dem FLEX4H2-Konsortium gehören neun Partner aus sechs europäischen Ländern an: Ansaldo Energia (IT), ARTTIC Innovation (DE), Centre Européenne de Recherche et de Formation Avancée en Calcul Scientifique – CERFACS (FR), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – DLR (DE), Edison (IT), ETN Global (BE), Sintef Energi (NO), Ansaldo Energia Schweiz (CH), Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften – ZHAW (CH).

FLEX4H2

FLEX4H2 Kickoff-Meeting (Quelle: FLEX4H2)

 

(Quelle: FLEX4H2/Ansaldo Energia/2023)

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