Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Studie evaluiert transatlantischen Wasserstofftransport via LOHC

Greenergy und Hydrogenious LOHC Technologies erstellen eine Studie zur Entwicklung einer Wasserstoffversorgungskette in kommerziellem Maßstab. Untersuchungsziel ist, einen möglichst kostengünstigen Transportweg für grünen Wasserstoff von Kanada nach Großbritannien zu eruieren - womöglich mittels LOHC.

von | 27.03.23

© APchanel - stock.adobe.com
© APchanel - stock.adobe.com
Auch Containerschiffe können Binnengewässer befahren

Greenergy International Ltd ist ein britischer Vertreiber von Benzin und Diesel für Kraftfahrzeuge. Der Marktanteil in Großbritannien liegt bei über 25 %. Nun plant das Unternehmen, in großem Stil in den Wasserstoffhandel einzusteigen.

Der Konzern mischt Kraftstoffe an Terminals, u.a. an der unteren Themsemündung. Täglich verkauft der Konzern nach eigenen Angaben über 20 Mio. l Liter Benzin und Diesel

Der Zugang von Greenergy zu großen Terminals sei geeignet für Import, Freisetzung und Verteilung von Wasserstoff mit LOHC. Das Terminal „Navigator Thames“ an der unteren Themsemündung ist nun als strategischer Standort für die Deckung der erwarteten Nachfrage nach Wasserstoff identifiziert worden.

Ein Mineralölhändler setzt auf LOHC

Das Vertriebsnetz und der starke Kundenstamm von Greenergy ermöglichen die Belieferung verschiedener Industrie- und Gewerbekunden in Großbritannien. Die besonderen Eigenschaften von LOHC könnten sich als ideal erweisen, um in Kanada produzierten Wasserstoff zum Endnutzer zu transportieren.

Dies soll die Studie nun ermitteln.

Christian Flach, Chief Executive Officer von Greenergy, sagt:

„Die Zusammenarbeit mit Hydrogenious ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie, unseren Kunden kostengünstigen Wasserstoff unter Nutzung der bestehenden Speicher- und Lieferinfrastruktur anzubieten. Die Bereitstellung von Wasserstoff ist ein wichtiges Ziel bei der Unterstützung der Energiewende.“

Dr. Toralf Pohl, Chief Commercial Officer bei Hydrogenious LOHC Technologies, ergänzt:

„Nordamerika wird bald ein Schlüsselmarkt für den Export von sauberem Wasserstoff in großem Maßstab nach Europa sein. Großbritannien hat sich dem Wasserstoffverbrauch verschrieben, und gemeinsam mit Greenergy werden wir nun die Möglichkeit prüfen, eine LOHC-basierte Wasserstofflieferkette aufzubauen.

 

Dazu gehören der Bau von Speicher- und Freisetzungsanlagen in Kanada und Großbritannien, die mehr als 100 t Wasserstoff pro Tag verarbeiten können, während wir die bestehende Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe in Häfen mit unserer LOHC-Technologie nutzen.“

„Wasserstoff-Öl“ LOHC

LOHC-Technologie wie jene von Hydrogenious ermöglicht es, Wasserstoff chemisch an ein Thermoöl zu binden, um ihn sicher zu speichern und in großen Mengen zu transportieren. Dabei kann die bestehende Infrastruktur für flüssige Brennstoffe genutzt werden.

Durch die vorübergehende Bindung an den LOHC wird Wasserstoff vergleichsweise einfach in Häfen und städtischen Gebieten transportiert und umgeschlagen. Bei Ankunft und Entladung am Importort wird der Wasserstoff dann aus dem Flüssigträger freigesetzt und als reiner grüner Wasserstoff an die Endverbraucher geliefert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: Hydrogenious LOHC / 2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

LOHC lässt sich ohne größere Umrüstungen mit Schiffen transportieren, die zum Transport von Mineralölprodukten eingesetzt werden. Hier ein Blick auf das Terminal Navigator Thames (Quelle: Greenergy)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“

Hamburg gilt als eine der vielversprechendsten Wasserstoff-Modellregionen Deutschlands, denn die Stadt vereint auf engem Raum die gesamte H₂-Wertschöpfungskette. Dabei entsteht keine Insellösung, sondern eine offene Infrastruktur, in die zunächst der Hamburger Green Hydrogen Hub und später potenziell auch über Terminals und das Kernnetz Wasserstoff einspeisen und so ein breites Ökosystem an Abnehmern versorgen kann. Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg, erklärt im exklusiven Interview mit H2News, wie sein Netzwerk den Wasserstoffhochlauf in der Metropolregion aktiv mitgestaltet und warum der Rückgang des Hypes kein Rückschlag ist.

mehr lesen
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte

Die Europäische Kommission hat am 30. April einen neuen Förderaufruf für grenzüberschreitende Energieinfrastrukturprojekte gestartet. Über das Programm CEF (Connecting Europe Facility) stehen insgesamt 600 Millionen Euro für Studien und Bauarbeiten zur Verfügung. Der Aufruf richtet sich an Vorhaben der aktualisierten Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) und der Projekte von gegenseitigem Interesse (PMI). Diese umfasst unter anderem 100 Wasserstoffprojekte.

mehr lesen
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke haben den Förderbescheid für das Projekt „Brandenburg eSAF“ übergeben. Dabei soll in Schwedt die größte deutsche Produktionsanlage für elektrische nachhaltige Flugkraftstoffe (eSAF) entstehen. Die Anlage soll ab 2030 jährlich mehr als 30.000 Tonnen eSAF produzieren. Die Menge entspricht rund einem Viertel der deutschen eSAF-Beimischungspflichten. Bund und Land Brandenburg fördern das Projekt mit 350 Millionen Euro. 

mehr lesen

H2 Talk

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)
„Ab 2026 könnten wir über den THG-Quotenhandel 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen“
„Wasserstoff ist in der industriellen Prozesswärme eine ‚No-Regret-Option‘“

Publikationen

Netzmeister 2023

Netzmeister 2023

Erscheinungsjahr: 2023

Für die Instandhaltung der Gas-, Wasser- und Fernwärmerohrnetze, die den mit Abstand größten Teil des Anlagevermögens von Versorgungsunternehmen ausmachen, trägt der Netzmeister die Verantwortung. Um den täglichen Anforderungen gerecht werden zu ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 2: Gebäude- und Messtechnik

Erscheinungsjahr: 2022

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 2. Band stehen die Themen „Gebäudetechnik“ und „Messtechnik“ im Fokus. Das ...

Zum Produkt

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Wasserstoff in der Praxis, Bd. 1: Infrastruktur

Erscheinungsjahr: 2021

Das Buchreihe „Wasserstoff in der Praxis“ vermittelt Praktikern wichtige Informationen über den Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen. Im 1. Band werden die Herausforderungen dargestellt, die Wasserstoff an die Gasinfrastruktur und den ...

Zum Produkt