Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

SinterGDL – Effizientere Brennstoffzellen durch metallisches Papier

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden entwickelt in einem neuen Projekt ein innovatives Gas Diffusion Layer (GDL) für mobile Brennstoffzellen, das komplett aus Metall besteht.

von | 11.11.22

Copyright: Fraunhofer IFAM Dresden
Copyright: Fraunhofer IFAM Dresden

11. November 2022 | Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden entwickelt in einem neuen Projekt ein innovatives Gas Diffusion Layer (GDL) für mobile Brennstoffzellen, das komplett aus Metall besteht.

Gemeinsam mit den Partnern der Papierfabrik Louisenthal GmbH, der balticFuelCells GmbH, der FHR Anlagebau GmbH, der Papiertechnischen Stiftung PTS sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. sollen Verbesserungen sowohl in den Einsatz- als auch den Montageeigenschaften der GDL erreicht werden, aber auch in der Fertigbarkeit selbst.

Das Projekt SinterGDL wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 2,82 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Papiertechnik-Prozesse für die Brennstoffzelle

GDL sind die Gasdiffusionsschichten, die in Brennstoffzellen-Stacks zwischen Bipolarplatte und Elektrode angeordnet sind. Sie sorgen für eine optimale Gasverteilung sowie den Abtransport von Wasser, Wärme und Strom.

Derzeit verwendete Brennstoffzellen haben diverse Verbesserungspotenziale: neben einer Minimierung des Bauraums sind die Senkung der Herstellungskosten und eine Verlängerung der Lebensdauer Hauptthemen. Die hier adressierten GDL sind dabei für alle drei Bereiche relevant.

Ziel des Projekts „SinterGDL“ ist die Entwicklung einer neuartigen PEM-Stack-Einheit, die gleichzeitig kostengünstig und kompakt ist. Dabei liegt ein spezielles Augenmerk auf der einfachen Höherskalierung für die Großserienproduktion aller Komponenten.

Der Clou dabei ist das verwendete Material für die GDL, das sogenannte Sinterpapier. Durch Prozesse, die aus der Papiertechnik stammen, werden organische Faserstoffe, Füllstoffe und Additive zusammen mit Metallpulver zu einem flächigen Produkt verarbeitet, das dem klassischen Papier sehr ähnlich ist. In der anschließenden Wärmebehandlung werden die organischen Bestandteile entfernt und es bleibt ein rein metallisches, poröses Material.

Vorrangig liegen die Einsatzbereiche der neuartigen GDL in mobilen Brennstoffzellenanwendungen in Pkw, Lkw, Bus oder Bahn. Auch in der Schifffahrt ist eine Nutzung perspektivisch möglich. Des Weiteren lassen sich die Ergebnisse auch auf PEM-Elektrolyseurkonzepte anpassen und auf stationäre Anwendungen übertragen.

 

(NOW GmbH/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

GDL sorgen für eine optimale Gasverteilung sowie den Abtransport von Wasser, Wärme und Strom (Quelle: NOW GmbH)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Auswahl von Armaturen für die Produktion von blauem Wasserstoff
Auswahl von Armaturen für die Produktion von blauem Wasserstoff

Die Wasserstoffwirtschaft wächst rasant – doch wie lässt sich der steigende Bedarf nachhaltig decken? Jochen Wassmann, Manager EPC/OEM Final Control bei Emerson, vergleicht die zwei zentralen Produktionsverfahren für blauen Wasserstoff – SMR und ATR – und zeigt, welche Anforderungen diese an Armaturen, Regler und Überdruckventile stellen.

mehr lesen
Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025: Erster Entwurf veröffentlicht
Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025: Erster Entwurf veröffentlicht

Der erste Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas und Wasserstoff 2025 aus dem März 2026 sieht unter anderem den Ausbau von mehreren Tausend Kilometern H2-Leitung sowie Investitionen in Milliardenhöhe vor. Derzeit findet bis Ende März 2026 die Konsultation des Entwurfs statt. Mitte des Jahres 2026 soll ein zweiter, überarbeiteter NEP-Entwurf folgen.

mehr lesen
Wasserstoffleitung von Hamburg nach Niedersachsen genehmigt
Wasserstoffleitung von Hamburg nach Niedersachsen genehmigt

Im Jahr 2027 ist die Inbetriebnahme einer neuen H2-Pipeline vorgesehen. Über die Leitung soll erneuerbarer Wasserstoff aus Hamburg-Moorburg nach Niedersachsen transportiert werden. Ende Februar 2026 erfolgte die Genehmigung der Erweiterung und Inbetriebsetzung der Pipeline.

mehr lesen

H2 Talk

„Unsere Kunden sind Vorreiter“
„Wasserstoff ist im Grunde Erdgas ohne Kohlenstoff und entsprechend vielseitig einsetzbar“
„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“

Publikationen

Das Projekt H2home

Das Projekt H2home

Autor: Matthias Block, Steffen Giesel, Andreas Herrmann und Norman Klüber

Das Ziel von H2home war die Entwicklung eines integrativen Systems mit 5 kW elektrischer Leistung zur hocheffizienten Nutzung von elektrischer Energie, Wärme- und Kälteenergie, bereitgestellt auf Basis von 100 % grünem Wasserstoff. Dieses System ist ...

Zum Produkt

Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: