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Hydrogen Lab Bremerhaven: Wasserstoff Offshore-Produktion im Fokus

Senatorin Dr. Claudia Schilling und Oberbürgermeister Melf Grantz nahmen den symbolischen Spatenstich für das Hydrogen Lab Bremerhaven (HLB) vor. Das HLB wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Bremen mit insgesamt 16 Mio. € gefördert und soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein.

von | 07.12.22

Spatenstich am Hydrogen Lab Bremerhaven (v. l.): Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, Fraunhofer IWES, Senatorin Dr. Claudia Schilling, Oberbürgermeister Melf Grantz und Prof. Jan Wenske, Fraunhofer IWES
(Quelle: Hauke Müller/ Fraunhofer IWES)

07. Dezember 2022 | Senatorin Dr. Claudia Schilling und Oberbürgermeister Melf Grantz nahmen den symbolischen Spatenstich für das Hydrogen Lab Bremerhaven (HLB) vor. Das HLB wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Bremen mit insgesamt 16 Mio. € gefördert und soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein.

Der Fokus der Forschungsaktivitäten am Hydrogen Lab Bremerhaven liegt auf dem Zusammenspiel von Windenergieanlagen mit der elektrolytischen Wasserstofferzeugung. Das Fraunhofer IWES bietet nach Fertigstellung eine hochinnovative Testinfrastruktur. Mit ihr lässt sich unter anderem die Interaktion zwischen einer Windenergieanlage und einem Elektrolyseur im Realmaßstab testen.

Auch die tiefe sektorenübergreifende Integration von Elektrolyse (z.B. durch Nutzung von Nebenprodukten) sowie die Nutzung von Rückverstromungstechnologien für Inselnetz- und netzstützende Anwendungen ist ein Teil der wissenschaftlichen Arbeit in Bremerhaven.

So geht Wasserstoff in Bremerhaven

Mit dem Hydrogen Lab Bremerhaven treibt das Fraunhofer IWES die Integration von Wasserstofftechnologien in das Energie- und Wirtschaftssystem national und international voran. Zudem beschleunigt man die Produktion von grünem Wasserstoff.

„Das Hydrogen Lab Bremerhaven nimmt bei der Entwicklung Bremerhavens zu einer Testregion für Wasserstoffanwendungen eine maßgebliche Stellung ein. Es leistet einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende“, erläutert Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen.

 

„Mit dem Testfeld setzen wir erstmals den Aufbau einer konkreten Wasserstoffinfrastruktur in größerem Umfang um. Sie soll der Ausgangspunkt einer lokalen Wasserstoffwirtschaft werden.“

Melf Grantz, Oberbürgermeister Bremerhaven sagt:

„Die Integration von Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff zum Aufbau einer lokalen Wasserstoffwirtschaft wird mit dem Hydrogen Lab Bremerhaven möglich. Wir schaffen so in Bremerhaven einen zentralen Pfeiler für eine nachhaltige Energie-Zukunft. Die hochinnovative Forschungseinrichtung wird wesentlich dazu beitragen, dass sich Bremerhaven zu einem neuen Know-how-Zentrum einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft entwickeln kann.“

Zudem kann eine direkte Onshore- und Offshore-Produktion von grünem Wasserstoff die Versorgungssicherheit in dezentralen Stromnetzen immens erhöhen.

„Der dringend benötigte Markthochlauf von Wasserstoff-Technologien wird mit dem HLB beschleunigt und die Grundlage für eine zukunftsorientierte Produktion von Wasserstoff aus Windenergie gelegt. Durch die Anbindung des HLB an das Mittelspannungsnetz des Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab) in unmittelbarer Nähe kann direkt die Verträglichkeit mit dem Stromnetz getestet werden“, ergänzt Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, kommissarische Institutsleiterin des Fraunhofer IWES.

Hydrogen Lab Bremerhaven

Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde im September 2022 erteilt. Nach kurzer Rüstzeit konnten die ersten Baumaßnahmen starten und ein rascher und stetiger Baufortschritt verzeichnet werden.

Zum aktuellen Baufortschritt erläutert Kevin Schalk, Gruppenleiter Hydrogen Lab Bremerhaven beim Fraunhofer IWES:

„Wir sind derzeit im Zeitplan. Die vorbereitenden Maßnahmen (Tiefbau, Kabeltrassenbau etc.) sollen noch zum Jahresende soweit abgeschlossen sein, so dass wir im Januar mit der Anlieferung der großen Komponenten beginnen können. Die ersten Container für die Trafos und die Leitwarte stehen schon seit Anfang Dezember.

 

Im Frühling werden wir die meisten Hauptkomponenten sukzessive installieren. Dazu gehören Elektrolyseure, Brennstoffzelle, Blockheizkraftwerk, Speicher und Kompressoren.“

Die finale Übergabe des Testfeldes des Generalunternehmens Wenger Engineering soll im Spätsommer 2023 erfolgen. Parallel zu den Baumaßnahmen starten am Fraunhofer IWES bereits die Vorbereitungen für Anschlussprojekte wie das Leitprojekt H2Mare oder das Projekt SeaEly.

 

(Fraunhofer IWES/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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