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62 Wasserstoff-Großprojekte für IPCEI-Förderung ausgewählt

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesverkehrsministerium haben 62 Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts (IPCEI – Important Projects of Common European Interest) staatlich gefördert werden sollen. Die 62 Projekte werden insgesamt mit 8 Mrd. Euro staatlichen Fördermitteln aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Rund 4,4 Mrd. Euro kommen aus dem Bundeswirtschaftsministerium; bis zu 1,4 […]

von | 31.05.21

IPCEI Standortkarte
IPCEI Standortkarte, Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung vom 28.05.21

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesverkehrsministerium haben 62 Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts (IPCEI – Important Projects of Common European Interest) staatlich gefördert werden sollen.

Die 62 Projekte werden insgesamt mit 8 Mrd. Euro staatlichen Fördermitteln aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Rund 4,4 Mrd. Euro kommen aus dem Bundeswirtschaftsministerium; bis zu 1,4 Mrd. Euro aus dem Bundesverkehrsministerium. Die übrigen Fördermittel werden von den Bundesländern zur Verfügung gestellt. Insgesamt sollen Investitionen in Höhe von 33 Mrd. Euro ausgelöst werden, davon über 20 Mrd. Euro von privaten Investoren. Die 62 Wasserstoff-Großprojekte wurden aus über 230 eingegangenen Projektskizzen ausgewählt und bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft ab.

Ausgewählte Projekte

Verteilung der ausgewählten Projekte. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren

Im Bereich des BMWi wurden 50 Projektskizzen ausgewählt. Darunter sind Projektskizzen für Erzeugungsanlagen, die zusammen genommen über 2 Gigawatt Elektrolyseleistung für die Produktion von grünen Wasserstoff umfassen. Dass entspricht 40 % des in der Nationalen Wasserstoffstrategie gesetzten Ziels von 5 Gigawatt bis 2030. Zudem wird die Infrastruktur von Anfang an mitgedacht und Wasserstoffleitungen mit einer Länge von rund 1.700 km sollen voran gebracht werden. Besonders viele Emissionen können in der CO2-intensiven Stahlindustrie eingespart werden. Mit ArcelorMittal, Stahl Holding Saar, Salzgitter Stahl und Thyssenkrupp Steel haben alle in Deutschland tätigen Stahlerzeuger Investitionsvorhaben eingereicht. Auch eine Reihe von innovativen Vorhaben der Chemieindustrie, wie z.B. von BASF am Standort Ludwigshafen, zeigen durch die CO2-freie Herstellung von Wasserstoff und dessen Weiterverwendung, z.B. zur Herstellung von Ammoniak oder synthetischen Kraftstoffen für den Last- oder Flugverkehr, enorme Reduktionspotenziale auf.

Das Bundesverkehrsministerium fördert 12 Vorhaben im Mobilitätssektor. Diese betreffen die Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen-Systemen und Fahrzeugen – vom Pkw über den LKW bis hin zu Kommunalfahrzeugen. Außerdem soll z.B. der Aufbau einer bundesweiten und grenzüberschreitend vernetzten Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur gefördert werden. Auch wird mit einem Hamburger Verbundprojekt die Luftfahrt und der maritime Bereich mit einem ganzheitlichen Ansatz adressiert: von Brennstoffzellen-Fahrzeugen für die Hafenlogistik oder den H2-Schubbooten im Hamburger Hafen bis hin zu H2-Fahrzeugen beginnend für die Intralogistik bei Airbus. Mit solchen integrierten Reallaboren, die vor Ort entstehen, wird die Brennstoffzellentechnologie weiter voran und in den Einsatz gebracht.

Erstes öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz wird gefördert

Zu den 62 ausgewählten Projekten gehört auch die Schaffung des ersten öffentlich zugänglichen Wasserstoffnetzes in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen, an dem OGE zusammen mit den beiden Fernleitungsnetzbetreibern Nowega und Thyssengas sowie vier weiteren Partnern der Initiative Get H2 beteiligt ist.

Das Projekt der Get H2 Partner verbindet die Erzeugung von grünem Wasserstoff mit industriellen Abnehmern in Niedersachsen und NRW. Gleichzeitig wird die Verbindung zum Wasserstoffnetz in den Niederlanden geschaffen und ein erster Wasserstoffspeicher angeschlossen.

 

(Quelle: BMWi/ Get H2)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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