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Land NRW plant langfristigen Ammoniakimport aus den VAE

04. April 2023 | Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will zur Schaffung einer Ammoniak-Wertschöpfungskette mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) kooperieren. Eine entsprechende Absichtserklärung hat Mona Neubaur, Wirtschafts- und Energieministerin von NRW, in Düsseldorf unterzeichnet. Neben der nordrhein-westfälischen Landesregierung waren der Staatskonzern ADNOC und der Chemiedienstleister Currenta GmbH & Co. in Düsseldorf zur Unterzeichnung der […]

von | 04.04.23

Unterzeichnung des MoU in Düsseldorf
© MWIKE NRW
ADNOC NRW

04. April 2023 | Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will zur Schaffung einer Ammoniak-Wertschöpfungskette mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) kooperieren. Eine entsprechende Absichtserklärung hat Mona Neubaur, Wirtschafts- und Energieministerin von NRW, in Düsseldorf unterzeichnet.

Neben der nordrhein-westfälischen Landesregierung waren der Staatskonzern ADNOC und der Chemiedienstleister Currenta GmbH & Co. in Düsseldorf zur Unterzeichnung der Absichtserklärung (MoU) anwesend. Dies teilen das in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Unternehmen und das Bundesland NRW in getrennten Presseerklärungen mit.

Die Zusammenarbeit soll sich auf Produktion und den Transport von Ammoniak konzentrieren. In NRW werde man es vor allem als Brennstoff für die Energieerzeugung nutzen. In diesem Kontext seien Tests im industriellen Maßstab am Standort des Chemieparks Currenta in Dormagen geplant.

Langfristiger Import von Ammoniak

Zur konkreten Ausgestaltung der Zusammenarbeit heißt es von der Landesregierung: Während ADNOC Produktion und Transport von zunächst kohlenstoffarmen und langfristig „grünen“ Ammoniak aus grünem Wasserstoff vorbereitet, untersuchen Forschungseinrichtungen in NRW die Ammoniak-Verbrennung für die Strom- und Dampferzeugung.

Im nächsten Schritt soll der industrielle Einsatz von Ammoniak am Currenta-Standort in Dormagen erfolgen. Gleichzeitig wolle man den Import von Ammoniak nach NRW in den kommenden Jahren ausbauen.

Vor der Unterzeichnung des MoU kam Ministerin Neubaur mit Musabbeh Al Kaabi, Executive Director Low Carbon Solutions von ADNOC sowie Frank Hyldmar, CEO von Currenta zusammen, um sich über „mögliche Synergien im Bereich der klimaneutralen Transformation der Wirtschaft“ auszutauschen.

Neubaur: „Grüne Energieträger werden in großen Mengen importiert werden müssen“

Ministerin Mona Neubaur bekräftigte anlässlich der Veranstaltung:

„Wir werden alles daransetzen, die Kapazitäten für die Erzeugung erneuerbarer Energien und für die Herstellung von anderen klimaneutralen Energieträgern wie grünem Wasserstoff hierzulande so weit wie möglich auszubauen. Klar ist aber auch, dass wir verschiedene grüne Energieträger in großen Mengen importieren müssen, um unseren Bedarf zu decken und unsere Klimaschutzziele erreichen zu können.

 

Dafür bauen wir jetzt Partnerschaften und eine breite Importinfrastruktur zur Versorgung der hiesigen Industrie auf. Grundlage unserer Kooperationen ist dabei die Diversifizierung mit vielen Ländern.“

Currenta sehe ein großes Potenzial für die Nutzung von Ammoniak in seinen Dampf- und Wärmeerzeugungsanlagen. Die Entwicklung globaler Lieferketten für Ammoniak sei ein Schlüsselfaktor zur Erschließung des Potenzials.

Deutsch-Arabische Wasserstoffkooperation

Die neue Partnerschaft baut auf der grünen Wasserstoff-Kooperation zwischen den VAE und Deutschland auf. Sie umfasst Verträge und Forschungskooperationen für Produktion, Speicherung und Transport von grünem Wasserstoff und Derivaten aus dem Golfstaat nach Deutschland zwischen einer Gruppe von Unternehmen aus beiden Ländern, darunter ADNOC.

Im Rahmen dieser bilateralen Zusammenarbeit traf im vergangenen September die erste Lieferung von blauem Ammoniak im Hamburger Hafen ein.

 

(Quelle: Land NRW/ADNOC/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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