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Europäische Wasserstoffwoche in Brüssel: EVP Timmermanns kündigt 3 Mrd. € Fördermittel an

Diese Woche findet in Brüssel die Europäische Wasserstoffwoche statt. Der derzeitige Anstieg der Strompreise als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine ist nur das letzte Element, das den Weg für die Rolle des Wasserstoffs im Energiemix ebnet.

von | 27.10.22

Die Europäische Wasserstoffwoche ist die größte jährliche Veranstaltung zum Thema Wasserstoff. Die Woche ist eine Kooperation der Clean Hydrogen Partnership und ihrer Mitglieder: der Europäischen Kommission, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research
Quelle: Hydrogen Europe/Clean Hydrogen Partnership

27. Oktober 2022 | Diese Woche findet in Brüssel die Europäische Wasserstoffwoche statt. Der derzeitige Anstieg der Strompreise als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine ist nur das letzte Element, das den Weg für die Rolle des Wasserstoffs im Energiemix ebnet.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, ein großer Produzent und Nutzer von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen zu werden, um so die Abhängigkeit von Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen zu verringern. Exekutivvizepräsident Timmermans machte in seiner Rede deutlich, dass das Thema Wasserstoff in der EU jetzt ganz oben auf der Tagesordnung steht. Die EU plant, bis 2030 jährlich 10 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und weitere 10 Millionen Tonnen zu importieren. Um dies zu verwirklichen, ist Schnelligkeit gefragt, wie mehrere EU-Vertreter betonten.

Kürzlich wurde die Richtlinie über alternative Kraftstoffe (AFID) aus dem Jahr 2013 aktualisiert. Man hat sie zur AFIR – Alternative Fuels Regulation – aufgewertet.  Das bedeutet, dass alle Mitgliedsstaaten zu ihrer Umsetzung verpflichtet sind. Letzte Woche hat das EU-Parlament die AFIR diskutiert und mehrere Parameter aufgewertet. Was die Infrastruktur für den Wasserstofftransport betrifft, so wurde die Entfernung zwischen den Stationen im Kern- und Gesamtnetz der EU von 150 auf 100 km reduziert.

Außerdem hat das Parlament die Frist für die Erfüllung der Mindestanforderung von 2030 auf 2027 verschoben. Die letzte Runde der Diskussionen zwischen den Mitgliedsstaaten findet in Kürze statt. Laut Premierminister Ismael Ertug, der das AFIR im EU-Parlament vorangetrieben hat, werden keine größeren Änderungen erwartet.

Finanzmittel in Höhe von 3 Mrd. €

EVP Timmermans kündigte neue Finanzmittel in Höhe von 3 Mrd. € für Wasserstoffprojekte an. Er machte auch deutlich, dass es eine Wasserstoffbank geben wird, die bei der Finanzierung von Wasserstoffprojekten helfen soll.

Die vollständige Rede von EVP Frans Timmermanns finden Sie hier.

Auf der Ausstellung wurde der neue BMW iX5 Wasserstoff gezeigt. Der BMW-Vertreter erklärte, dass man nun mit der Produktion einer kleinen Demoserie beginnen werde und eine Massenproduktion in einigen Jahren in Aussicht stelle.

Außerdem zeigte Nikola Motor seinen neuen Schwerlastwagen. Das Unternehmen aus Salt Lake City gab an, dass die Auslieferung an Kunden Ende 2023/Anfang 2024 in Europa geplant ist. Mit einer Tankkapazität von 72 kg Wasserstoff bei 700 bar wird dies zu einem hohen Bedarf an Wasserstoff-Tankstellen mit großer Kapazität führen, wie das skandinavische Unternehmen Hynion sie herstellt.

„Die auf der Wasserstoffwoche aufgezeigten Trends und die AFIR-Initiative der EU zeigen, dass eine Wasserstoffwelle im Entstehen begriffen ist und dass die Wasserstoffinfrastruktur für den Verkehrssektor in Europa schnell aufgebaut werden muss. Hynion spielt eine aktive Rolle in dieser Entwicklung.

 

Die Tankstellen der nächsten Generation, die Hynion in Schweden baut, werden Ende 2023 – Anfang 2024 in Betrieb gehen – genau zum richtigen Zeitpunkt, um die neuen, mit Wasserstoff betriebenen Lastwagen aufzunehmen“, schließt Ulf Hafseld, CEO von Hynion.

 

(Hynion/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Die Europäische Wasserstoffwoche ist die größte jährliche Veranstaltung zum Thema Wasserstoff. Die Woche ist eine Kooperation der Clean Hydrogen Partnership und ihrer Mitglieder: der Europäischen Kommission, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research (Quelle: Clean Hydrogen Partnership)

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