Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Green Hydrogen Manifest auf der Smarter E Europe vorgestellt

Im Rahmen der Smarter E Europe Restart 2021 wurde das „Green Hydrogen Manifest“ vorgestellt. Es soll wichtige Impulse zur Förderung des Energieträgers Wasserstoff liefern. Die Initiatoren Hydrogen Europe, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV, European Electrolyzer & Fuel Cell Forum EFCF und The smarter E Europe wollen damit ein klares Zeichen setzen für die Dekarbonisierung und […]

von | 11.10.21

Im Rahmen der Smarter E Europe Restart 2021 wurde das „Green Hydrogen Manifest“ vorgestellt. Es soll wichtige Impulse zur Förderung des Energieträgers Wasserstoff liefern. Die Initiatoren Hydrogen Europe, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV, European Electrolyzer & Fuel Cell Forum EFCF und The smarter E Europe wollen damit ein klares Zeichen setzen für die Dekarbonisierung und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

„Mit unserem Manifest wollen wir dazu beitragen, dass grüner Wasserstoff bei der aktuellen Neuausrichtung der Politik entsprechend berücksichtigt wird – ob im Energie- oder Wirtschaftssektor“, sagt Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbands DWV. „Denn Wasserstoff, der aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird, ist nicht nur wichtig für die Energiewende. Er bietet vor allem auch große wirtschaftliche Chancen für die europäische Union.“

Neben dem DWV zählen der europäische Dachverband der Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie Hydrogen Europe, das European Electrolyzer and Fuel Cell Forum EFCF und The Smarter E Europe, die Innovationsplattform der neuen Energiewelt, zu den Verfassern des Manifests. Es richtet sich an Entscheidungsträger in der Europäischen Union, sowie nationale Regierungen und Politiker.

„Wir wollen politischen Entscheidern zeigen, wie groß die Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Kreislaufwirtschaft und die Dekarbonisierung ist, und sie zum Handeln bewegen“, sagt Jorgo Chatzimarkakis, CEO von Hydrogen Europe. „Bei der Einführung dieses Energieträgers muss Europa künftig eine führende Rolle übernehmen und Wohlstand und Perspektiven sichern und ausbauen. Das ist unsere Verantwortung für die Zukunft und den Klimaschutz.“

Wie Europa seiner Führungsrolle gerecht werden kann, definiert das Manifest in zwölf Forderungen. Diese umfassen richtungsweisende Rahmenbedingungen und zielführende Förderungen bis hin zu Maßnahmen zur Stimulation von Anlaufphasen und Kostensenkungen. Forderung Nummer eins: Der CO2-Gehalt von Energieträgern soll zur neuen Währung für Energiesysteme werden. Weitere konkrete Vorschläge sind unter anderem die Zertifizierung von Wasserstoff als globale Ware, die Ernennung eines EU-Wasserstoff-Sonderbeauftragten, der die europäische Wasserstoffstrategie und Partnerschaften mit Drittländern vorantreibt, oder ein EU-Rechtsrahmen für die Regulierung von Wasserstoffnetzen.

Kurz nach der Veröffentlichung unterstützten bereits 54 Unternehmen und Organisationen das Green Hydrogen Manifest mit ihrer Unterschrift. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem SAIPEM S.p.A., Forschungszentrum Jülich, Haldor Topsoe AS, der deutsche Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK), ITM Power, Paul Wurth GmbH und die Deutsche Kreditbank AG. Die große Zahl der Unterschriften signalisiere den politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung der Forderungen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Olivier Bucheli (EFCF), Werner Diwald (DWV), Jorgo Chatzimarkakis (Hydrogen Europe) und Markus Elsässer (Solar Promotion GmbH) (v.l.n.r.) ©Solar Promotion GmbH

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Partner senken Iridiumgehalt bei der Wasserstoffelektrolyse
Partner senken Iridiumgehalt bei der Wasserstoffelektrolyse

Smoltek Hydrogen und Heraeus Precious Metals haben ihre Entwicklungspartnerschaft für poröse Transportelektroden ausgeweitet, die den Iridiumgehalt in PEM-Elektrolyseuren reduzieren soll. Ab Herbst 2026 wollen die Unternehmen die Langzeitstabilität ihrer nanostrukturierten Katalysatorschicht in einem 3.000-Stunden-Test prüfen. Durch den geringeren Iridiumgehalt soll die Kooperation die Herstellungskosten für grünen Wasserstoff senken.

mehr lesen
HYDROGENGALAXY soll Wasserstoffwissen interaktiv vermitteln
HYDROGENGALAXY soll Wasserstoffwissen interaktiv vermitteln

Mit einer neuen Lernplattform will das Technologieunternehmen Move Technology GmbH die Aus- und Weiterbildung im Wasserstoffbereich digitaler und interaktiver gestalten. Die HYDROGENGALAXY setzt dabei auf Elemente wie Missionen, Storytelling und Fortschrittsanzeigen. Auf der Gamescom 2026 will das Unternehmen in den Austausch mit der Gaming-Branche treten, ab Oktober soll dann die Pilotphase starten. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

mehr lesen
Thyssenkrupp Nucera steigert Auftragseingang und gibt SOEC-Serienfertigung auf
Thyssenkrupp Nucera steigert Auftragseingang und gibt SOEC-Serienfertigung auf

Die Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA hat den Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 von 241 Millionen auf 471 Millionen Euro beinahe verdoppelt. Eine zentrale Rolle dafür spielt laut dem Anlagenbauunternehmen das Segment Grüner Wasserstoff (gH2). Gleichzeitig gibt Thyssenkrupp Nucera den geplanten Aufbau einer eigenen Serienproduktion für die Hochtemperatur-Elektrolyse (HTE) auf.

mehr lesen

H2 Talk

„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Das Engagement hat riesige Fortschritte für die Elektrolysetechnologie gebracht“
„Unsere neue H₂-Trainingsstrecke nimmt eine europäische Vorreiterrolle ein”

Publikationen