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Norwegisch-Deutsche Wasserstoffkooperation: Bundesminister Habeck unterzeichnet Joint Statement

Deutschland und Norwegen wollen ihre Wasserstoffkooperation ausweiten. Eine entsprechende Erklärung wurden in Oslo unterzeichnet.

von | 05.01.23

© Yingyaipumi - stock.adobe.com
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MSR-Innovations

05. Januar 2023 | Deutschland und Norwegen wollen ihre Wasserstoffkooperation ausweiten. Eine entsprechende Erklärung wurde in Oslo unterzeichnet.

Bundesminister Robert Habeck ist zu politischen Gesprächen nach Oslo gereist, wie das BMWK mitteilt. Im Mittelpunkt der Gespräche steht laut Ministerium der Aufbau einer klimaneutralen Energieversorgung, insbesondere die Herstellung und Lieferung von Wasserstoff und die Dekarbonisierung energieintensiver Industriebranchen.

Joint Statement zur Wasserstoff-Kooperation

Die Vertiefung der Energiekooperation wurde zu Beginn der Reise in zwei gemeinsamen Erklärungen festgehalten. So unterzeichneten Bundesminister Habeck und Minister Aasland ein Joint Statement zur Kooperation bei Wasserstoff sowie eine Joint Declaration mit Minister Vestre.

Im Joint Statement zu Wasserstoff bekräftigen Norwegen und Deutschland ihre Absicht, bis 2030 eine großflächige Versorgung mit Wasserstoff aufzubauen und die dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen.

Norwegen hat nach Zahlen des European Hydrogen Backbone 2030 Erzeugungspotentiale von bis zu 50 THW grünem Wasserstoff und 150 THW bis 2040. Demgegenüber steht ein relativ geringer Eigenverbrauch von grünem Wasserstoff. Mittelfristig ist daher geplant, grünen Wasserstoff aus Norwegen nach Deutschland zu importieren.

Die Gespräche über eine Wasserstoff-Pipeline laufen weiter. Als Ergebnis eines bilateralen Runden Tisches wird dazu derzeit eine gemeinsame Machbarkeitsstudie unter Beteiligung der Wirtschaft durchgeführt. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2023 vorliegen.

„Gemeinsam Dekarbonisierung der Wirtschaft vorantreiben“

Auch die Sicherheit der Gaspipelines spielte laut BMWK bei dem Besuch eine Rolle. So sollen sich im Rahmen der norwegisch-deutschen Pipeline-Kommission zeitnah Staatssekretäre der Ministerien treffen, um gemeinsam mit Experten die Sicherheit der Gaspipelines zwischen Norwegen und Deutschland zu verbessern.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz:

„Norwegen ist ein wichtiger, gleichgesinnter und sehr verlässlicher Partner für Deutschland. Das hat sich letztes Jahr nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die dadurch ausgelöste Energiekrise noch mal eindrücklich bewiesen. Unsere enge Zusammenarbeit in Energie- und multilateralen Klimafragen wollen wir weiter vertiefen. Gemeinsam wollen wir die Dekarbonisierung der Wirtschaft vorantreiben und dafür jetzt alle notwendigen Weichen stellen.

 

Dabei gilt: Norwegen ist heute unser wichtigster Energielieferant und soll es auch auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft bleiben. Heute beziehen wir den Großteil unseres Erdgases aus Norwegen, in Zukunft wollen wir zunehmend Offshore-Windenergie und Wasserstoff importieren; zunächst blauen, dann immer mehr grünen Wasserstoff. Dafür gilt es jetzt gemeinsam, eine europäische Netz- und Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen und die Produktion anzuschieben. Außerdem wollen wir wichtige Felder der grünen Industriepolitik stärken, wie die Batteriezellenproduktion, die Mikroelektronik oder der Rohstoffgewinnung.“

 

(BMWK/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Bundesminister Robert Habeck traf den norwegischen Staatspräsidenten Jonas Gare Støre in Oslo (Quelle: Arvid Samland / Ministry of Petroleum and Energy)

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