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Vereinigte Arabische Emirate veröffentlicht nationale Wasserstoffstrategie

Im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Fraunhofer CINES und GHD Advisory eine nationale Wasserstoffstrategie entwickelt. Die Analyse für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft in den VAE wurde nun veröffentlicht. 

von | 09.11.23

Unterzeichnung des MoU für künftig gemeinsame Forschungsprojekte im Energiebereich durch eine Delegation von Fraunhofer und des MOEI der VAE im März 2022 in Abu Dhabi mit Anwesenheit des Bundesministers für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Hobeck
© Fraunhofer
Fraunhofer und Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate bei der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Wasserstoffkooperation.

09. November 2023 | Im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben das Fraunhofer-Exzellenzcluster Integrierte Energiesysteme (CINES) und das Beratungsunternehmen GHD Advisory eine nationale Wasserstoffstrategie entwickelt. Die Analyse für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft in den VAE wurde nun veröffentlicht.

Fraunhofer

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Die VAE haben sich das Ziel gesetzt, bis 2031 zu einem der weltweit führenden Produzenten von kohlenstoffarmem Wasserstoff zu werden. Die Regierung der VAE hat daher das Fraunhofer CINES und GHD mit der Entwicklung einer nationalen Wasserstoffstrategie beauftragt. Die Strategie, die gestern im Rahmen des “2. Emirates Energy Forums” vom Ministry of Energy and Infrastructure (MOEI) der VAE veröffentlicht wurde, ist eine umfassende Analyse der Chancen und Hindernisse für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft in den VAE.

Sie berücksichtige alle Aspekte der Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über den Vertrieb zur Nutzung, sagt Dr. Jan Frederik Braun, Leiter der Wasserstoff-Kooperation (MENA-Region) bei Fraunhofer CINES. Die Strategie ziele darauf ab, langfristige Maßnahmen zu einer nachhaltigen Energiepolitik zu entwickeln und weitere Investitionen in diesen Sektor zu lenken.

So sollen in den VAE bis 2031 jährlich 1,4 Mio. t kohlenstoffarmen Wasserstoffs produziert werden, verteilt auf verschiedene Produktionsverfahren. Unter den richtigen Marktbedingungen könnte die sektorale Nachfrage bis 2031 etwa 2,1 Mio. t pro Jahr betragen, mit einem zusätzlichen Exportpotenzial von 0,6 Mio. t pro Jahr. Mit Blick auf eine defossilisierte Zukunft kommen die Autoren von Fraunhofer CINES und GHD zu dem Schluss, dass die Wasserstoffproduktionskapazität bis 2040 etwa 7,5 Mio. t pro Jahr und bis 2050 fast 15 Mio. t pro Jahr erreichen könnte – mit dem Ziel Klimaneutralität.

Forschungskooperation zwischen den VAE und Deutschland

Im ersten Schritt nenne die Stategie die Schaffung sogenannter lokaler Wasserstoff-Oasen. Diese sollen eine Vorreiterrolle bei der Etablierung des Wasserstoffmarktes einnehmen und so den heimischen Markt aktivieren. Gleichzeitig werde ein geeigneter politischer Rahmen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Ländern der Region bei der Produktion, dem Transport und der Nutzung den Weg zu einem globalen Wasserstoffmarkt unterstützen. Die Autoren gehen davon aus, dass die inländische sowie die Exportnachfrage nach Wasserstoff beträchtlich sein wird – angetrieben durch das Netto-Null-Ziel der VAE für 2050 sowie durch die weltweite Nachfrage nach umweltfreundlich produziertem Wasserstoff, nachhaltigem Flugbenzin oder nachhaltigen Chemieprodukten.

Sharif Al Olama, Staatssekretär des MOEI sagt: “Wasserstoff hat das Potenzial, eine wichtige Rolle beim Übergang der VAE zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu spielen. Wir sind entschlossen, die nationale Wasserstoffstrategie der VAE umzusetzen, um wirtschaftliche Chancen zu erschließen und dabei unser Netto-Null-Ziel zu erreichen. Unser Ziel ist es, die VAE als ein führendes Land auf dem globalen Wasserstoffmarkt zu etablieren, neue wirtschaftliche Möglichkeiten zu schaffen und zu einer nachhaltigeren Zukunft für alle beizutragen.”

Bereits im März 2022 unterzeichneten eine Delegation der Fraunhofer-Gesellschaft und das MOEI der VAE im Beisein des deutschen Bundesministers für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, ein Memorandum of Understanding (MoU). Darin vereinbarten beide Seiten, bei innovativen Forschungsprojekten zusammenzuarbeiten, u. a. im Bereich der kohlenstoffarmen Wasserstofftechnologien. Die Beteiligung von Fraunhofer an der Nationalen Wasserstoffstrategie der VAE fördere die Forschungskooperation und den Wissens- und Technologieaustausch zwischen den VAE und Deutschland. Auf beiden Seiten werde der Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwertschöpfungskette angestrebt. So fand im September 2022 die erste Wasserstofflieferung aus den VAE nach Deutschland statt.

 

Hier zur vollständigen Analyse
(Quelle: Fraunhofer/2023)

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