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DWV präsentiert „Nationale Wasserstoffstrategie H2.0“

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) hat eine eigene Wasserstoffstrategie entwickelt. Sie enthält 68 Maßnahmen, die den Markthochlauf von Wasserstoff in Deutschland beschleunigen sollen.

von | 20.03.23

20. März 2023 | Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) hat eine eigene Wasserstoffstrategie entwickelt. Sie enthält 68 Maßnahmen, die den Markthochlauf von Wasserstoff in Deutschland beschleunigen sollen.

Zur Erreichung des Ziels der Bundesregierung, Deutschland zum „Leitmarkt für grüne Wasserstofftechnologien“ bis 2030 zu machen, muss die Bundesregierung laut DWV mit einer ambitionierten, zukunftsorientierten und an den Bedarfen ausgerichteten Nationalen Wasserstoffstrategie die Chance des Hochlaufs einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft ergreifen.

Der Branchverband fordert in dem Zusammenhang „ein mutige, aber auch ambitionierte“ politische Gestaltung. Um dies zu konkretisieren, hat er nun im Namen seiner über 175 Mitgliedsunternehmen eine „Nationale Wasserstoffstrategie H2.0“ vorgelegt.

68 Empfehlungen für mehr Wasserstoff in Deutschland

Die Maßnahmen fordern unter anderem

  • Rahmenbedingungen, die die Erzeugung von grünem Wasserstoff in den benötigten Mengen gewährleisten
  • Anreize, um Anwendung und Nachfrage nach grünen Wasserstoffprodukten in den Sektoren Industrie, Raffinerien, Mobilität, Energie und Wärme zu unterstützen
  • Die Erzeugung von grünem Wasserstoff hochzufahren, um eine Wasserstoff-Marktwirtschaft zu etablieren, die Transformation der energieintensiven Sektoren sicherzustellen und Industriearbeitsplätze zu schaffen
  • Infrastruktur- und Speicherausbau sowie Importe zur Sicherung einer bedarfsorientierten Versorgung
    der Industrie und Zivilgesellschaft
  • Die Beschleunigung notwendiger Planungs- und Genehmigungsverfahren und
  • Die Ausbildung von Fachkräften

DWV: „Riesiges Wirtschaftspotenzial“ absichern

Werner Diwald, DWV Vorstandsvorsitzender, fasst zusammen:

„Mit unserem Papier leisten wir einen aktiven Beitrag zur politischen Diskussion zur Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung. Die Ziele, Maßnahmen und Ansätze in solch einer Strategie müssen den enormen Herausforderungen und dem internationalen Wettbewerb gerecht werden.

 

Die Wasserstoffbranche steht bereit, sie braucht jedoch ein Marktdesign seitens der Politik, um die notwendigen Investitionsentscheidungen treffen, sich am Markt behaupten und die Ziele bis 2030 und darüber hinaus erreichen zu können.“

Zum Papier „Nationale Wasserstoffstrategie H2.0“

Zahlen und Fakten zum Wasserstoffhochlauf

Für 2040 bis 2050 geht der Nationale Wasserstoff Rat (NWR) von einem Gesamtbedarf von klimaneutralem Wasserstoff und klimaneutral hergestellter Wasserstoff-Derivate von jährlich 964 bis 1.364 TWh aus.

Wasserstoff hat – laut der Hydrogen Roadmap Europe – das Potenzial in der EU bis 2050 jährliche Gewinne von bis zu 820 Mrd. € zu realisieren und ca. 5,4 Mio. neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das globale jährliche Handelsvolumen wird bis 2050 auf über 2.500 Mrd. USD geschätzt.

(Quelle: DWV/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des DWV (Quelle: DWV)

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