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FNB Gas e.V. kritisiert Pläne zur Nationalen Wasserstoffstrategie

In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Geschäftsführerin des FNB Gas e.V., Inga Posch, die im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) geplante Schaffung einer Wasserstoffnetzgesellschaft mit staatlicher Beteiligung.

von | 16.01.23

16. Januar 2022 | In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Geschäftsführerin des FNB Gas e.V., Inga Posch, die im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) geplante Schaffung einer Wasserstoffnetzgesellschaft mit staatlicher Beteiligung.

Die geplante Fortschreibung der NWS enthalte wichtige Richtungsentscheidungen.

Eine „Wasserstoffnetzgesellschaft mit staatlicher Beteiligung“ soll dem Entwurf zufolge die Planung der Netze übernehmen. Konzepte, wie diese aussehen und arbeiten soll, liegen laut FNB jedoch nicht vor.

Die Fernleitungsnetzbetreiber sehen in der Schaffung einer solchen Netzgesellschaft keinen Vorteil für einen schnellen Markthochlauf.

Anlässlich des Handelsblatt Energie-Gipfels erklärte Inga Posch:

„Mit ihren konkreten Planungen und Vorschlägen haben die Fernleitungsnetzbetreiber bewiesen, dass sie als privatwirtschaftliche Akteure den Wasserstoffhochlauf effizient, schnell und direkt anpacken können. Auf Basis einer integrierten Netzplanung und eines tragfähigen Investitionsrahmens könnten wir unmittelbar mit dem Aufbau des Wasserstoffnetzes starten.  Was wir brauchen, ist Tempo, keine neuen staatlichen Strukturen.

 

Die Versorgung der Industriestandorte mit Wasserstoff sichert die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Unser Ziel ist es, alle Regionen in Deutschland schnellstmöglich an ein überregionales Wasserstoffnetz anzuschließen und damit Zugang zu Erzeugung, Import und Speichern zu schaffen – eine Garantie für nachhaltige Flexibilität und Versorgungssicherheit, auch für den Mittelstand.

 

Die Vorschläge des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sorgen für große Verunsicherung, gerade bei den Unternehmen, die aktuell große Wasserstoffprojekte planen oder bereits konkret umsetzen und dafür auch schon erste Investitionen getätigt haben.

 

Der FNB Gas appelliert daher an alle politischen Entscheidungsträger, sich nicht vorschnell auf die Schaffung einer Wasserstoffnetzgesellschaft mit staatlicher Beteiligung festzulegen. Aufgabe des Bundes sollte es sein, in der Nationalen Wasserstoffstrategie Kriterien für den zügigen Aufbau festzulegen und den notwendigen Investitionsrahmen zu schaffen.“

 

(Quelle: FNB Gas/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Inga Posch, Geschäftsführerin des Verbandes der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB Gas e.V.) (Quelle: FNB)

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