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Wasserstoffregion Mitteldeutschland: Was für den H2-Hochlauf noch notwendig ist

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Autor: Sophia Jenke

„Die Region Mitteldeutschland umfasst die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und bietet gute Voraussetzungen für die Entwicklung und Erprobung von Wasserstoffanwendungen“ HYPOS
© HYPOS e.V.
BESTANDSAUFNAHME ZUM QUALIFIZIERUNGSBEDARF IN DER MITTELDEUTSCHEN WASSERSTOFFWIRTSCHAF

25. März 2024 | Das Fraunhofer IMW und der HYPOS e.V. haben eine Bestandsaufnahme zum Qualifizierungsbedarf der Wasserstoffregion Mitteldeutschland durchgeführt. In der nun veröffentlichten Studie gaben die Projektbeteiligten auch acht Handlungsempfehlungen mit.

Der Markthochlauf für eine grüne Wasserstoffwirtschaft steht unmittelbar bevor. Insbesondere die Wasserstoffregion Mitteldeutschland steche mit Leuchtturmprojekten und Vorhaben regional und überregional hervor, heißt es in der Pressemitteilung vom mitteldeutschen Wasserstoffnetzwerk Hydrogen Power Storage & Solutions e.V. (HYPOS).

Die nun erfolgte Bestandsaufnahme bilde einen Ausgangspunkt für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen zur Stärkung der Qualifikationsstruktur und zur Förderung einer wettbewerbsfähigen mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft. Entscheidend sei, dass die Akteure in der Region auf Basis der Ergebnisse konkrete Handlungsansätze erarbeiteten, so Regina Stipani vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen-Anhalt.

„Zu den Ergebnissen zählen, neben einem wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften, eine fehlende Transparenz der Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt und ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der frühzeitig für Wasserstoff sensibilisiert, Vorurteile abbaut und junge Menschen für die Technologien und Berufe begeistert“, erklärte Christian Klöppelt, Projektleiter vom Fraunhofer IMW.

Die acht Handlungsempfehlungen

  1. Kommunikation der Vorteile der Region und gezielte Anwerbung sowie Qualifizierung
  2. Vervollständigung und Vermarktung einer zentralen Weiterbildungsplattform
  3. Vorhandene Ressourcen nutzen und den Einstieg in die Berufe für Neueinsteiger:innen einfach und attraktiv gestalten
  4. Projekttage oder -wochen veranstalten und Integration in Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen
  5. Eine Taskforce auf Augenhöhe von Kammern, Bildungsträgern, Unternehmen und Gewerkschaften gründen
  6. Weiterbildung und Austauschformate speziell für Behörden
  7. Handlungsspielraum des BetrVG nutzen und Diskussion über Reform des BetrVG fortführen
  8. Best Practice-Ansätze in Netzwerken teilen und kooperativ weiterentwickeln

Hintergründe zur Studie

Im Juni 2023 beauftragten die Revierwendebüros Pegau und Halle das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW und den HYPOS e.V. mit der Befragung.

Seitdem hat das Projektteam 28 leitfadengestützte Interviews mit Unternehmen, Betriebsgremien, Gewerkschaften und Institutionen der Aus- und Weiterbildung geführt. Dabei haben sich unterschiedliche Handlungsempfehlungen herauskristallisiert. Diese müssten nun in konkrete Maßnahmen übersetzt werden, ordnet Christian Klöppelt die Bestandsaufnahme ein.

Ziel der Studie war es, den Qualifikationsbedarf in Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft zu ermitteln. Unter anderem wurde folgenden Fragen nachgegangen:

  • Welche Berufsbilder existieren in den Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft?
  • Welche zusätzlichen Qualifikationen brauchen Fachkräfte in der Wasserstoffwirtschaft und welche werden zukünftig entstehen?
  • Werden die Qualifikationsbedarfe durch die existierende Bildungs- und Qualifikationslandschaft abgedeckt?
  • Wie werden die Betriebsräte beim Thema Aus- und Weiterbildung als Schlüsselfrage der Transformation einbezogen, und wie wird Mitbestimmung wirksam?

Zur gesamten Studie

 

(Quelle: HYPOS e.V./2024)

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