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Windanlagen und Wasserstoff: H-Tec Systems liefert Elektrolyseur an Hydrogen Lab Bremerhaven

Elektrolyseurbauer H-Tec Systems aus Augsburg liefert einen 1-MW-PEM-Elektrolyseur vom Typ ME450 an das Hydrogen Lab Bremerhaven. Die dortige Testinfrastruktur soll die Wechselwirkung zwischen Windenergieanlagen und Elektrolyseuren unter Realbedingungen erforschen. Die Unternehmen bezeichnen das Vorhaben als Schlüsselschritt zur Integration erneuerbarer Energien in dezentrale Stromnetze.

von | 14.11.23

Der PEM Elektrolyseur ME450 auf dem Testfeld des Hydrogen Lab Bremerhaven
© H-Tec Systems
© H-Tec Systems

14. November 2023 | Elektrolyseurbauer H-Tec Systems aus Augsburg hat einen 1-MW-PEM-Elektrolyseur vom Typ ME450 an das Hydrogen Lab Bremerhaven ausgeliefert. Die dortige Testinfrastruktur soll die Wechselwirkung zwischen Windenergieanlagen und Elektrolyseuren unter Realbedingungen erforschen. H-Tec Systems CEO Robin v. Plettenberg bezeichnete das Vorhaben als Schlüsselschritt zu einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft.

Die H-Tec Systems GmbH meldet die Auslieferung eines PEM-Elektrolyseurs ME450 mit einer Leistung von 1 MW an das Hydrogen Lab Bremerhaven (HLB). Das HLB, ein Projekt des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES, fungiert als Testfeld für die Forschung: Die Infrastruktur soll es Wissenschafltern ermöglichen, die Wechselwirkung zwischen einer Windenergieanlage und einem Elektrolyseur unter realen Bedingungen zu untersuchen.

Der nun ausgelieferte ME450 von H-Tec Systems wird Elektrizität aus der vor Ort installierten Windenergieanlagen nutzen. Die PEM-Elektrolyse eigne sich besonders für die Erforschung der Interaktion mit fluktuierenden Energiequellen wie Windenergie. Durch die Untersuchung dieser Wechselwirkung will das HLB die Weiterentwicklung großer Elektrolyseure und Brennstoffzellen befördern.

Wasserstoff braucht erneuerbare Energien im Stromnetz

Die Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz stellt bestehende Infrastrukturen vor Herausforderungen. Das Forschungsprojekt am HLB konzentriert sich auf die sektorenübergreifende Integration von Elektrolyse. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anwendung von Rückverstromungstechnologien für netzstützende Anwendungen. Beides soll dabei helfen, Wasserstofftechnologien in das nationale und internationale Energie- und Wirtschaftssystem zu integrieren. Hiervon erhofft man sich eine generelle Beschleunigung der Produktion von grünem Wasserstoff.

© H-Tec Systems

Der ME 450 mit 1 MW Kapazität (© H-Tec Systems)

Dr. David Wenger, Geschäftsführer von Wenger Engineering, nannte das HLB einen „wesentliche[n] Baustein für die Erforschung und Weiterentwicklung von großen Elektrolyseuren und Brennstoffzellen“. H-Tec Systems‘ Ceo  bezeichnete die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs als „entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft“. Im August hatte das Unternehmen bereits einen ME 450 an die Universität Stuttgart verkauft, wo er ebenfalls für Forschungszwecke zum Einsatz kommt.

Neben dem PEM-Elektrolyseur von H-Tec Systems umfasst das Projekt weitere Testkomponenten, darunter ein Wasserstoff-Blockheizkraftwerk, eine Brennstoffzelle zur Rückverstromung des produzierten Wasserstoffs, vier Trailer-Abfüllstationen und Wasserstoff-Anlieferstationen, sowie drei Kompressoren und Hochdruckspeicher. Das Gesamtprojekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Bremen mit 16 Mio. € gefördert.

(Quelle: H-Tec Systems/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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