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Irland und Deutschland schließen Wasserstoffpartnerschaft

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Autor: Magnus Schwarz

Durch ihre lange Kuestenlinie besitzt die irische insel ein enormes Potenzial für Offshore-Windenergie

02. Juni 2023 | Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Irischen Energieministeriums haben eine Forschungskooperation für grünen Wasserstoff unterzeichnet. Gemeinsam plane man nun ein grenzübergreifendes Pilotprojekt. Einer aktuellen Studie zufolge könnte Irland bis 2030 den günstigsten grünen Wasserstoff Europas produzieren.

Die Erklärung wurde am Mittwoch (31. Mai) in Berlin unterzeichnet. Die irische Regierung entwickelt derzeit eine eigene nationale Wasserstoffstrategie. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts 5 GW Offshore-Energie zu erzeugen, wobei zusätzlich 2 GW Offshore-Windenergie für die Produktion von grünem Wasserstoff vorgesehen sind.

Nach Aussage des BMBF arbeiten beide Länder nun bei der Forschung zu grünem Wasserstoff  enger zusammen. Im MIttelpunkt stehe ein Pilotprojekt, das eine grenzüberschreitende Wasserstoffwertschöpfungskette demonstrieren soll. Wasserstoff und seine Folgeprodukte wie etwa Ammoniak gelten in beiden Staaten als Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiewende.

Deutschland hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs zahlreiche Wasserstoffpartnerschaften mit Ländern aus aller Welt geschlossen, darunter Norwegen, Kanada und Algerien.

„Forschungspartnerschaften” zur Energieversorgung

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Mario Brandenburg, kommentierte:

„Wasserstoff ist das noch fehlende Puzzleteil der Energiewende und ein echtes Multitalent. Deutschland ist und bleibt jedoch ein Nettoimporteur von Energie. Daher sind Forschungspartnerschaften mit Ländern, die reich an erneuerbaren Energiequellen sind wie Irland, für Deutschland und die gesamte Europäische Union überaus wichtig.

 

Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit werden dazu beitragen, die Energiewende voranzutreiben und unsere Energiesicherheit zu erhöhen.“

Irischer Wasserstoff könnte günstigster Europas werden

Der Regierung zufolge könnten ihre geplanten Offshore-Anlagen bis zu 6 TWh Energie liefern und damit große Teile des Energie-, Industrie- und Verkehrssektors bedienen.

Jüngste Analysen von Aurora Energy Research legen nahe, dass Irland bis 2030 den günstigsten Wasserstoff Europas produzieren könnte. Demnach würde die Produktion unter optimalen Bedingungen im Jahr 2030 zu nivellierten Kosten von 3,50 €/kg führen, 8 % niedriger als die optimalen Kosten in Spanien und 35 % niedriger als in Deutschland.

Der Minister für Umwelt, Klima und Kommunikation der Republik Irland, Eamon Ryan:

„Unsere Windressourcen gehören zu den weltweit besten. Wasserstoff ist eine der besten Möglichkeiten, um diese Ressourcen zu erschließen und mit europäischen Partnern, also auch Deutschland, zu teilen.

 

Aus diesem Grund habe ich nicht gezögert, diese Absichtserklärung zu unterzeichnen und freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit unseren Freunden in Deutschland.“

 

(Quelle: BMBF/2023)

 

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