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EU verspricht Brasilien 2 Mrd. € für grünen Wasserstoff

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Fördermittel in Höhe von 2 Mrd. € zugesagt. Das Geld soll Wasserstoffprojekten in Brasilien zugute kommen. Die Förderzusage ist Teil des "Global Gateway"-Programms der EU. 

von | 29.06.23

Ursula von der Leyen und Luiz Inácio Lula da Silva am 13. Juni in Brasilia
EC - Audiovisual Service / Dati Bendo
EC - Audiovisual Service / Dati Bendo

29. Juni 2023 | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva Fördermittel in Höhe von 2 Mrd. € zugesagt. Das Geld soll Wasserstoffprojekten in Brasilien zugute kommen. Die Förderzusage ist Teil des „Global Gateway“-Programms der EU.

Die Mittel für das „Vorzeigeprojekt“ werden im Rahmen der Global-Gateway-Strategie der EU aus Mitteln der Gemeinschaftskasse finanziert. Wofür Brasilien die 2 Mrd. € nutzen wird, geht aus der offiziellen Pressemitteilung der Europäischen Kommission nicht hervor. Insgesamt will Brüssel bis zu 300 Mrd. € in internationale Wasserstoffprojekte investieren.

Laut von der Leyen sei die Europäische Union bereits der größte Investor der Region und habe vor, das Engagement noch auszubauen:

„Im Rahmen des Global Gateway, unseres internationalen Investitionsplans, wird die Europäische Union 10 Mrd. € in Lateinamerika und der Karibik investieren. Und dies ist nur der Anfang. Denn dazu kommen noch private Investitionen und Beiträge unserer Mitgliedstaaten.“

EU kauft Wasserstoff „ohne Ausfuhrbeschränkungen“

Das „Global Gateway“ Programm der EU sieht ingesamt bis zu 300 Mrd. € für außereuropäische Wasserstoffprojekte vor. Im FAQ zum Programm heißt es:

„Wir werden mit Partnerländern zusammenarbeiten, die das Potenzial haben, ihre Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff auszubauen, und die Schaffung wettbewerbsfähiger Märkte fördern, damit dieser außerhalb der EU erzeugte Wasserstoff ohne Ausfuhrbeschränkungen oder Preisverzerrungen international gehandelt werden kann.“

Brasilien ist in diesem Kontext ein wichtiger Handelspartner: Bis 2030 soll das größte Land Südamerikas zu den zehn weltweit führenden Produzenten von grünem Wasserstoff gehören.

Grüner Wasserstoff aus Brasilien

Brasilien positioniert sich seit Langem als wichtiger internationaler Exporteur von grünem Wasserstoff und Derivaten. Eines der größten Projekte ist die 60-MW-Anlage von Unigel. Im März wurd bekannt, dass sie in Kooperation mit thyssenkrupp nucera auf bis zu 240 MW ausgebaut werden soll.

Zudem besitzt Brasilien ein großes Produktionspotenzial für erneuerbare Energien, das perspektivisch für die Produktion von grünem Wasserstoff nutzbar wäre. In ihrem Statement vom 13. Juni betonte von der Leyen:

„Brasilien ist auch eine Supermacht im Bereich der erneuerbaren Energien. 87 % des von Ihnen erzeugten Stroms kommt aus erneuerbaren Energiequellen. Auf den Gesamtenergieverbrauch umgelegt sind das 50 %. Das ist wirklich beeindruckend, und wir können viel von Ihnen lernen.“

 

(Quelle: Europäische Kommission/GTAI/Hydrogen Insight/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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