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Japan investiert mehr als 100 Milliarden US-Dollar in Wasserstoff

Die japanische Regierung plant Investitionen in die Wasserstoffwertschöpfungskette von rund 15 Mrd. Yen (ca. 107 Mrd. US-Dollar) über einen Zeitraum von 15 Jahren. Dies geht aus der jüngst bekanntgewordenen Wasserstoffstrategie des Landes hervor. 

von | 21.06.23

Japan, das Land der aufsteigenden Wasserstoff-Sonne?
Pixabay
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21. Juni 2023 | Die japanische Regierung plant Investitionen in die Wasserstoffwertschöpfungskette von rund 15 Mrd. Yen (ca. 107 Mrd. US-Dollar) über einen Zeitraum von 15 Jahren. Dies geht aus der jüngst bekanntgewordenen Wasserstoffstrategie des Landes hervor. Der Fokus soll vor allem auf dem Export von Elektrolysetechnologie leigen.

Die überarbeitete Wasserstoffstrategie von Anfang Juni sieht auch eine Versechsfachung der vom Land angestrebten Wasserstoffversorgung auf 12 Mio. t bis 2040 vor, wie die Japan Times berichtet. Heute nutzt der Inselstaat rund 2 Mio. t  Das 12-Mio-t-Ziel wird als „einleitend“ bezeichnet und könnte somit noch überarbeitet werden.

In diesem Kontext hat Japan bekannt gegeben, dass es über die Einführung eines Subventionsprogramms nachdenke. Es ähnelt dem kürzlich von Deutschland vorgeschlagenen Differenzkontrakt und könnte die Preislücke zwischen grünem Wasserstoff und seinem billigeren fossilen Äquivalent schließen. Die Regierung sagte nicht, wie sie die Finanzierung des vorgeschlagenen Programms bereitstellen würde.

„Wir möchten in Asien und im indo-pazifischen Raum eine Lieferkette für Wasserstoff aufbauen, indem wir Japans (Wasserstoff-)Technologie, die weltweit führend ist, weiter ausbauen“, erklärte Industrieminister Yasutoshi Nishimura auf der Pressekonferenz

Fokus auf Technologieexport

Da Japans relative Ressourcenknappheit die heimische H2-Produktion einschränken würde, konzentriert sich das Land auf den Export entsprechender Technologien. Neues Ziel sei, bis 2030 weltweit eine Elektrolyseur-Kapazität von 15 GW durch japanische Unternehmen zu installieren.

Damit hätten sie bis 2030 einen Anteil von 11 % an der derzeit geschätzten weltweiten Elektrolyseur-Kapazität von 134 GW zum Ende des Jahrzehnts.

„Wir werden nicht nur die Forschung und Entwicklung, sondern auch die Massenproduktion von Wasserstoffproduktionsanlagen unterstützen, und wir möchten das Wasserstoffgeschäft zu einer bedeutenden Industrie ausbauen, die nicht nur in Japan, sondern auch in Übersee expandieren kann“, heißt es Medienberichten zufolge in dem Dokument.

Weitere Informationen zur japanischen Wasserstoffstrategie finden Sie hier.

(Quelle: Japan Times/Hydrogen Insight/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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